Gitarren recording für´s homerecording studio?

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Peter G.
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Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Peter G. »

Ahoi @ all,
ich hoffe es geht euch allen gut!
Nach ein paar stressigen Jahren meld ich mich mal wieder, natürlich mit einer Frage :-)
Ich werd meinen Studiobetrieb an meinen Assistenten weitergeben und will meine letzten, guten Jahre
lieber mit Musik als TV Mischung und Trailer verbringen.
Das heisst, ich kann nicht mehr Fett lärm machen, werd meine 2 Marshall Boxen, den Marshall Amp und den Fender Princeton abgeben.
Und nun?
Nur Amp Simulation und direct recording, da glaub ich (noch) nicht so wirklich dran!
Momentan tendiere ich zu einer Grossmann silent box, einem leistungschächerem Allrounder-Top (Engl, Hugh&Kettner o.ä.)
und einem Eleven für´s Pro-Tools (alternativ oder für Effekte)
Habt ihr noch irgendwelche Tips auf Lager, hat jemand schon mit einer silent box gearbeitet (wie leise/laut ist das denn wirklich?)
Bekommt man aus einem 35-50 Watt Top plus silent box hörbar/spürbar mehr Druck raus , als mit amp simulationen?
Vielen Dank für eure Mühen und ich hoffe, nach dem Umzug und der Studioaufgabe wieder mehr Zeit für das Forum finden zu können!

Peter
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Etienne73
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Etienne73 »

Wenn heutzutage ohne Amp-Simulationen, dann so konsequent wie möglich den Weg beschreiten. Nimm kein Allround-Amp, sondern das was Du favorisierst. Dein Marshall und Princeton würde ich behalten, über die Grossmann Silentbox zuerst testen. Wenn Dein Marshall 50 oder 100W Röhrenverstärker voll aufgerissen einfach geil klingt und mit der Grossmann gut funktioniert, aber immer noch zu laut ist, gibt es Power Scaling.

Dein Wunsch nach Alternativen: Eleven habe ich nie gespielt. Aber FAS AxeFX = sehr gut. Kemper spielt auch in der Liga.
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Peter G.
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Peter G. »

Danke Etienne,

Mir dem AxeFX werd ich mich beschäftigen!
Über den Kemper hatte ich auch nachgedacht, hab dann nach einem sehr ausführlichen Testbericht und Soundvergleichen
von Peter Weihe aber die Idee wieder verworfen.
Ich werd natürlich, bevor ich meine Amps weg gebe erstmal ein paar Sachen testen!
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spassbeisaite
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von spassbeisaite »

...ich hab meine Topteile (marshall jcm 800, fender concert) behalten und nehme oft hiermit auf:

https://www.thomann.de/de/palmer_pga04. ... _176431_63

Es gibt auch noch ein ähnliches Gerät von spl, 3x so teuer aber nicht so gut (greift zu sehr in den sound ein).

Der Charakter der Amps bleibt mit dem palmer wirklich sehr schön erhalten, daher würde ich Dir ebenfalls davon abraten, die Amps herzugeben.
Seit "NOTATOR SL" für ATARI ST dabei...
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blinkmuffel
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von blinkmuffel »

Noch eine Alternative ganz allgemein: Vollröhrenverstärker mit sehr geringer Leistung.
Die sind voll aufgerissen zwar auch recht laut, aber nicht brachial laut, und können auf Aufnahmen hervorragend klingen.
Ich habe einen Vox AC4C1-12, der hat 4W und geht in Zimmerlautstärke nur halbwegs clean.
Aufgedreht kann er immer noch im Proberaum mithalten. Aber es wackeln eben nicht die Wände.
Wenn es nur für zu Hause ist, also vielleicht lieber 1W- oder 1/4-Watt-Modelle testen.

Grüße!
Geheimagent
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Geheimagent »

Ich habe zwei Eleven Racks, da ich von dem ersten begeistert war habe ich einen zweiten für meinen Auslandaufenthalt mir zugelegt. Der Vorteil, wenn Dir alle Simulationen nicht gefallen, kannst Du dann damit Re-Amping betreiben.
Hier fiel der Name Peter Weihe, der hat ja wohl auch am Guitar-Rig von NI mitgewerkelt. Zwischenzeitlich gibt es dermaßen viele gute Simulationen, und auch im Rock- und Metalbereich werden sie mehr und mehr verwendet. Messugah haben die Simulationen von Cubase auf einem Album eingesetzt, und von Gamma Ray weiß ich auch, dass sie Simulationen einsetzen. Gary Moore hatte auf einer Scheibe den roten POD eingesetzt.
Aus meiner Sicht würde ich vorhandene Amps nicht verkaufen. Ich würde eine Box bauen, in der ich die Box reinsetze, und dann ist Ruhe im Karton. Über verkaufte Amps habe ich mich immer im Nachinein, sogar noch jahrelang geärgert. Ob nun Amp oder Simulation sei mal dahingestellt. Bei älteren Modellen gibt es selbst in der gleichen Serie Unterschiede, dass wenn Deine Amps weg sind, und Du es breust, und einen alten nachkaufen willst Dich noch mehr ärgest, weil der neue dann doch nicht so klingt wie Dein Alter.
AxFX wird auch von allen möglichen Gitarristen genutzt.
Mein Rat gib nichts her, kaufe das andere Equipment oder teste es an, so dass Du immer noch die Möglichkeit hast auf vorhandenes zurückzugreifen, weil es Dir eine besondere Note verschafft.
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Peter Ostry
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Peter Ostry »

So wie man DI und Mic mischen kann, kann man auch echt und Simulation mischen. So geht oft was neues Schönes, wennn man die Vor- und Nachteile gut kombiniert. Ja, auch die Unzulänglichkeiten, dafür hat man ja einen echten Amp, oder ? :P
"Schatz, kommst du bald ins Bett?" —
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Tim »

Also ich möchte meinen Kemper nicht mehr missen.
Für mich bisher die beste Lösung, Live, sowie im Studio.
• iMac i5 (2019) • 40 GB RAM • SSD • Logic Pro X • UA Apollo • Macbook Pro 15" • I7 2,3 GHz • 16 GB RAM, SSD
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von MFPhouse »

... und wenn alle Stricke reißen und du immer noch Langeweile hast ... nächste Jahr kommt der Eventide H9000 endlich raus ;)
Oh Weh oh Weh oh Weh tonklangdichtungen.de
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Peter G.
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Peter G. »

Danke für die Feedbacks!

Also Amps behalten und erstmal die Silentbox testen .-)
Damit rennt ihr (halb)offene Türen ein !
Elevenrack nehm ich sowieso, (da ist dann das neue protools gleich dabei:-)
und dann schau ich weiter, geh Engls und Kemper testen !

Viel Gruss aus München,
bald dann aus dem Vorarlberg!
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von PatBateman »

Hey Peter,

wenn du Plugin-Amps etc nicht abgeneigt bist oder ggf. als Ergänzung nutzen willst, check mal das Bias Plugin von Positive Grid an.
Das klingt echt gut.
Interessant sein könnte auch das Torpedo Live von Two Notes, was weit mehr kann als nur Load box für Topteile sein.

Gruß.
Pat.
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Peter G.
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Peter G. »

thx Pat!

positive grid klingt erstmal wirklich gut,
und als add on gar nicht mal so teuer :-)
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Geheimagent
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von Geheimagent »

PatBateman hat geschrieben:Hey Peter,

wenn du Plugin-Amps etc nicht abgeneigt bist oder ggf. als Ergänzung nutzen willst, check mal das Bias Plugin von Positive Grid an.
Das klingt echt gut.
Interessant sein könnte auch das Torpedo Live von Two Notes, was weit mehr kann als nur Load box für Topteile sein.

Gruß.
Pat.
Das ist echt komisch bei denen der Soldano haut mir echt die Rübe weg, aber das was an Mesa dabei ist finde ich nicht so doll, und zwar in einem Maße dass ist unglaublich. Sonst ist der eine mal besser oder schlechter, aber da war es so, dass ich beim Soldano auf den Tisch gesprungen bin und voll rumgerockt habe, und dachte ich verkaufe alles andere. Als ich den Mesa drin hatte, habe ich gedacht, was ist denn das fürn Anfängerkram. Muss dazu sagen, dass ich die angesagtesten Plug-Ins in dem Bereich alle habe. (Das darf nur meine Frau nicht wissen). Es ist vieles auch eine reine Geschmackssache. Ich würde heute niemanden mehr davon überzeugen wollen dass das eine oder andere die optimale Lösung sei. Du kannst keinen Puristen davon überzeugen, dass er mit einem Plug-In genauso gute Aufnahmen macht, oder umgekehrt dass ein Amp mit einem Stack noch ein gewisses extra hat. Fakt ist, das mit allem Aufnahmen gemacht wurden, die gut klingen. Die von Peter O. vorgeschlagene Lösung ist in jedem Fall auch eine weitere Möglichkeit.
Einige sind ja schon mit Plug-Ins und Simulationen aufgewachsen. Andere mit einem Amp, der so viel gekostet hat wie ein Gebrauchtwagen, und einem dann so viel wert ist, wie die eigene Frau. Wenn der Amp weg ist, dann ist die Trauer hinterher groß, weil es vielleicht nicht nur der Sound ist, sondern auch alles was dazu gehört mit der gemeinsamen Zeit.
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metalfish
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von metalfish »

Sorry, spät bemerkt... aber ich habe die Grossmann seit längerem.. ich will sie nicht mehr missen. Ich such dir heute mal ein Video raus, das ich dazu gemacht hatte.
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Man kann einen Barbier als einen definieren, der all jene und nur jene rasiert, die sich nicht selbst rasieren.
Die Frage ist: Rasiert der Barbier sich selbst?
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Re: Gitarren recording für´s homerecording studio?

Beitrag von metalfish »

Okay... kann nur noch den kurzen Teaser aus der Produktionszeit des dritten Albums finden:
https://www.facebook.com/melodicdoomedm ... 667147598/

Meine Meinung schon länger: Amp Simulationen sind heute fast am Orginal.. SPEAKER aber nicht. Die klingen alle durchaus irgendwie gut.. aber den Chaosfaktor, der bei der Abnahme einer Box zuschlägt, sobald der Gain und Lautstärke ansteigen, gibt mir keine Emulation bis her, die ich probiert habe. Allerdings kann dieses fehlende Element auch ein Vorteil der Emulation sein.. denn letztere ist weeesentlich berechenbarer.

Das Setup, das sich bei mir bewährt hat, ist entweder ein echter Amp plus Grossmann (ggf. mit Loadbox, da wir keine 100w röhre in eine 1x12 jagen können, aber trotzdem Endstufen Sättigung wollen), oder aber eine Ampsim plus Röhrenendstufe ( bei mir vom bugera röhrentop) plus Grossmann. Ich habe dann noch verschiedene speaker zur Auswahl..

Mein Aha-Erlebnis, wieviel Einfluss die Speaker-Emulation am Ende den Gesamtsound der verschiedenen virtuellen Amps beeinflusst, war, als ich verschiedene Amp-Sims mit immer der selben Speakersim getestet hatte. Was eigentlich der Test von Recabinet werden sollte, zeigte mir dann, daß die Unterschiede zwischen zB einem Mesa von IK zu dem eines anderen Bundles dann erstaunlich gering ausfielen...
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