GEMA MusicHub und eigenes Label

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jolavista
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GEMA MusicHub und eigenes Label

Beitrag von jolavista »

Hallo in die Runde, (falls das Thema hier falsch ist, bitte verschieben)
  • Als GEMA Mitglied veröffentliche ich ab und zu etwas in den Streamingsdiensten über den GEMA MusicHub.
  • Früher habe ich auch schon über Hofa veröffentlicht.
  • Der Unterschied: Hofa übermittelt in den Metadaten der Tracks im Feld "Quelle" mein Label, so dass ich zum Beispiel bei Spotify die "Spotify for Artists"-Seite für diese Tracks claimen kann.
  • Der GEMA MUsicHub übermittelt im Feld "Quelle" den String "MusicHub".
  • Spotify sagt dann, dass sie meine Rechte als Label an den Tracks nicht validieren können.
  • Bei den Tracks über Hofa ging das problemlos, so dass ich auch Playlist Pitching usw. machen kann.
Beim MusicHub habe ich eine entsprechende Änderung angeregt und diese wurde wohl auch die Entwicklungsabteilung weitergeleitet; mal abwarten.
Der MusicHub argumentiert, dass er seine Services für DIY-Musiker anbietet, die eben kein Label haben.
Ich bin in diesem Sinne auch DIY-Musiker, aber eben mit eigenem Label. Das ist aus meiner Sicht wirtschaftlich auch sinnvoll, weil ich so alle Positionen entlang der Wertschöpfungskette von Musikproduktionen besetzen kann (Komponist, Texter, Label, Produzent, Verwerter ...).

Fragen
  • Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit dem GEMA MusicHub gemacht?
  • Konnte jemand die Seiten für alle unter seinem Label veröffentlichten Tracks z.b. bei Spotify claimen, obwohl als Quelle 'MusicHub' übermittelt wurde; wenn ja wie?
Bin gespannt.
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Axel
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Re: GEMA MusicHub und eigenes Label

Beitrag von Axel »

Das war mir gar nicht bewusst- welche Folgen hat das denn? Spotify zahlt über MusicHub aus- das war bisher kein Problem…
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jolavista
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Re: GEMA MusicHub und eigenes Label

Beitrag von jolavista »

Axel hat geschrieben: 11 Jan 2023 - 21:03 Das war mir gar nicht bewusst- welche Folgen hat das denn? Spotify zahlt über MusicHub aus- das war bisher kein Problem…
Hey Alex,

das stimmt, die Auszahlungen erfolgen über den MusicHub.
Da kommen aber nur halbwegs relevante Beträge zusammen, wenn man (auf legalem Weg) z.B. durch Playlist Pitching die Streams und Downloads hoch bekommt. Das Ziel ist ja immer, dass man mit einem Release auf die großen Playlists kommt. Und das kann man eigentlich nur schaffen, indem man über die „Spotify for Artists“-Seiten Marketing betreibt - und zwar vor dem VÖ-Datum eines Release. Der MusicHub bietet dazu auch Videos an. Wenn man aber die Rechte an seinen Tracks nicht nachweisen kann, kommt man an die Artist-Seiten nicht ran.

Wie gesagt - das ist der legale Weg laut Lehrbuch.
Vielleicht hat ja jemand Tipps wie man auch anders und legal an hohe Streamingzahlen kommt, was für mich 5 bis 6-stellige Werte bedeuten würde.
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Axel
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Re: GEMA MusicHub und eigenes Label

Beitrag von Axel »

...verstehe- danke für die Aufklärung! Das ist natürlich ein echter Makel, wobei ich den Sinn nicht so wirklich verstehe- MusicHub sollte die "Eigenmarke" wenigstens als Option gestatten.
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jolavista
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Re: GEMA MusicHub und eigenes Label

Beitrag von jolavista »

Habe mich mal bei anderen Distributoren umgesehen und werde wohl zu recordjet wechseln.
Ein Auszug aus den FAQs beschreibt exakt das, was ich beim MusicHub vermisse.

https://faq.recordjet.com/de/articles/2 ... -labelcode
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