Corona Virus betrifft ja auch Mac

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muki
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von muki »

hier ein kleines portrait von frau lauren gardner und ihrer mittlerweile bekannten corona dashboard map
der johns hopkins university

https://www.derstandard.at/story/200011 ... st?ref=rss
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bitzone
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von bitzone »

muki hat geschrieben: 01 Apr 2020 - 21:59 lauren gardner ... corona dashboard map
Die wird berühmt bleiben.
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Peter Ostry
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Peter Ostry »

Seid mir bitte nicht böse, wenn ich nicht auf einzelne Kommentare zu meinem Ungarn-Statement reagiere. Das hat nichts mit Ignoranz zu tun. Ich habe drei Sätze geschrieben und alle drei zusammen ergeben den Sinn. Ein aus dem Zusammenhang genommener Teil davon ergibt einen anderen Sinn, den ich nicht zu besprechen gewillt bin.

Andere Formulierung gefällig? Diesmal nur zwei Sätze:
Die Maßnahme, per Dekret zu regieren, kann in Krisenzeiten helfen.
Dass sie aber in Ungarn unter Orban gesetzt wurde, ist beunruhigend.
"Don’t try and do the same old crap that everybody else is doing. We don’t need any more of that."
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spocintosh
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von spocintosh »

MFPhouse hat geschrieben: 01 Apr 2020 - 16:29 ... Ich bin gespannt wie sich das bei den Schweden entwickelt.
Genauso wie überall und jeden Winter:
Es ist nix los und wird nix los bleiben.
Leute werden krank, Leute werden gesund, Leute kommen ins KH, Leute sterben.
Im Moment aber weniger als durchschnittlich sonst in diesen Monaten.

Sie werden aber ein paar Nachteile nicht haben:
-Sie haben nicht ihre freiheitlichen Grundrechte abgeschafft haben (sondern nur das Bargeld, was schon schlimm genug ist)
-Sie werden keine Exit-Strategie brauchen und somit voll am Start sein. (Hier gibt's übrigens auch keine - was ein bisschen blöd werden wird)
-Sie werden nicht Billionen Steuergelder in den Finanzsektor umverteilt haben
-Sie werden nicht Millionen zusätzliche Arbeitslose haben, die dann von einem exorbitant erweiterten Niedriglohnsektor ausgebeutet werden können.
"The needs of the many outweigh the needs of the few - or the one."
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Geheimagent »

spocintosh hat geschrieben: 02 Apr 2020 - 5:31 Genauso wie überall und jeden Winter:
Wie erklärst Du dann, dass der Virus auch in warmen Ländern ausbricht? Guck mal den ganzen Süden von Asien an.

Ob Schweden mit seiner Vorgehensweise verantwortungsvoll umgeht, werden wir erst hinterher sehen. Dato erscheinen mir die Zahlen eher dagegen zu sprechen:
https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps ... 7b48e9ecf6
239 Tote mit Co-19 gegenüber 103 Geheilten (zu der Zeit wo ich hier poste - kann später anders aussehen)
In Deutschland:
931 Tote mit Co-19 gegenüber 18.700 Geheilten (zu der Zeit wo ich hier poste - kann später anders aussehen)

https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps ... 7b48e9ecf6

Natürlich ist das eine Einschränkung des freiheitlichen Grundrechts, das ist jedoch temporär, um Dein Leben und das vieler andere zu schützen, denn wenn Du Tot bist hast Du diese freiheitlichen Grundrechte nicht mehr, und wenn Du krank bist, dann wirst Du Deine freiheitlichen Grundrecht auch nicht nutzen können.

Das das ganze wirtschafliche Nachteile hat, da gebe ich Dir recht. Aber eine Existenz lässt sich sicherlich neu aufbauen, solange Du am Leben bist, wenn Du auf dem Friedhof liegst, dann weisst nur noch Dein Grabstein auf Deine vergangene Existenz hin.

Sich verschiedene Ansichten anzuhören wie z.B. die von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi halte ich für sinnvoll, und bei Dr. Bodo Schiffman fehlt mir die Glaubwürdigkeit insbesondere bei dem gelöschten 11 Video, das ist jedoch meine subjektive Wahrnehmung dessen.

Und hier noch einen Link zu Nord Korea:
https://www.news18.com/news/world/is-ki ... 58939.html
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Lucky
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Lucky »

Was an all den Seiten etwas schwierig ist ist dass sie Fallzahlen immer absolut angeben..
Da werden ganz locker Fallzahlen der USA in Relation zu Italien gestellt, also ca. 330.000.000 gegen ca. 60.000.000.
Fallzahlen pro eine Million Einwohner sieht man irgendwie gar nicht.
Das mag etwas kleinkariert sein, aber würde helfen bei den Vergleichen die da jetzt immer angestellt werden.
VG, Lucky
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Heiner »

Lucky hat geschrieben: 02 Apr 2020 - 8:28 Was an all den Seiten etwas schwierig ist ist dass sie Fallzahlen immer absolut angeben..
Da werden ganz locker Fallzahlen der USA in Relation zu Italien gestellt, also ca. 330.000.000 gegen ca. 60.000.000.
Fallzahlen pro eine Million Einwohner sieht man irgendwie gar nicht.
Das mag etwas kleinkariert sein, aber würde helfen bei den Vergleichen die da jetzt immer angestellt werden.
VG, Lucky
Hallo,

https://www.worldometers.info/coronavirus/

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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Geheimagent »

Heiner hat geschrieben: 02 Apr 2020 - 11:07 https://www.worldometers.info/coronavirus/
Heiner hat für alles eine Lösung, auch wenn es nicht im umfassenden Handbuch steht:
https://www.rheinwerk-verlag.de/logic-pro-x_4448/
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Lucky
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Lucky »

Heiner hat geschrieben: 02 Apr 2020 - 11:07

Hallo,

https://www.worldometers.info/coronavirus/

Kthyvm
Heiner
Danke für den Link!

VG, Lucky
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Peter Ostry
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Peter Ostry »

Wir haben daheim gerade entdeckt, dass sich manche Taschen von Kleidungsstücken für die Maskenanfertigung eignen. Die sind nämlich, vor Mund und Nase gesetzt, trichter- oder halbovalförmig, schließen an den Rändern halbwegs gut und stehen vorne weit ab. Fein gewebten Stoff bevorzugen, doppelt nehmen ist vorteilhaft. Gummi nicht zwingend, Bänder, Wolle, Schnüre etc. reichen zum Anpassen. Wer mag näht ein Drahtstück rein oder dran (aufgebogene Büroklammer), um eine formbare Anpassung zu haben.

Wenn sich das herumspricht solltet ihr im Supermarkt auf potentielle Maskentaschenräuber achten. Ich werde ab jetzt immer eine Schere mitführen, um fremde Taschen zu erbeuten.
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Geheimagent »

Peter Ostry hat geschrieben: 02 Apr 2020 - 14:00 Wenn sich das herumspricht solltet ihr im Supermarkt auf potentielle Maskentaschenräuber achten. Ich werde ab jetzt immer eine Schere mitführen, um fremde Taschen zu erbeuten.
Hier wird jetzt alles mögliche als Maske genutzt, wenn Du keine Maske hast, darfst Du den Laden nicht betreten. Gut das ich Spiderman geguckt habe, da ist nicht nur der Mund sondern die Augen sind geschützt. Ich dachte ich trete als Held des Tages nach draussen, und zig Kleine Spidermänner kommen auf mich zu: "Papa, Papa". Schitt jetzt muss ich auch ein Test machen, aber einen anderen.
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Lichtenberg »

Als kleines Kontrasprogramm zum logisch denkenden Alien mit spitzen Ohren:

Thomas Fischer auf Spiegel-Online:
https://www.spiegel.de/panorama/gesell ... 568832efe#

Kann man gut finden, oder als musikschaffender Internet-Experte mit Sendungsbewusstsein einfach drüber stehen.
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Häschen
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Häschen »

Heiner hat geschrieben: 29 Mär 2020 - 19:33
Häschen hat geschrieben: 29 Mär 2020 - 15:38 Auch bei Covid-19 gibt es eine Teilimmunität, denn bei den meisten verläuft die Infektion harmlos.
Das ist eine großartige Erklärung. Aber sie ist falsch. Bei Immunität verfügt der Mensch vor Kontakt mit dem Virus über Antikörper. Das Virus wird an der Replikation gehindert, in der Folge auch die Ansteckung anderer Menschen.
Das Fehlen von Symptomen mit Sars-2 Infizierter Menschen bedeutet hingegen nicht, dass diese nicht infektiös sind.

Ich frage: siehst du dich in der Lage, diesen Unterschied kognitiv verarbeiten zu können?
Wenn man mir das so nett erklärt, dann bin ich in der Lage es zu verstehen. Danke.
Grippe Viren sind scheinbar auch in der Lage zu mutieren und die Entwicklung von Antikörpern ist zeitlich begrenzt, so dass die Durchsuchung der Bevölkerung fast jedes Jahr aufs Neue beginnt.
So hab ich es zumindest verstanden. Würde das nicht erklären, wieso es jährlich so viele Grippetote gibt?
Heiner hat geschrieben: 29 Mär 2020 - 19:33
Häschen hat geschrieben: 29 Mär 2020 - 15:38 Laut RKI
(..)
5. Dauer der Infektiosität (Covid - 19)
In einer Studie mit neun Patienten wurde die Ausscheidungsdynamik vermehrungsfähiger Viren aus Proben von Rachen und Sputum untersucht (25).
Abstrichproben vom Rachen enthielten vermehrungsfähige Viren bis zum vierten Tag nach Symptombeginn, aus dem Sputum bis zum achten Tag nach Symptombeginn.
(..)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... 2bodyText5
Dazu eine Denkaufgabe: Worin liegt also die Gleichartigkeit einer Covid-19 Erkrankung mit einer Grippeerkarnung bezüglich der Infektiosität?

Grippe: ca. 5 Tage
Covid19: ca. 10 Tage.
In deinem ursprünglichen Post schreibst du:
- Dauer der Infektiosität Grippe: im Mittel 4-5 Tage, bis 7 Tage
- Dauer der Infektiosität Covid19 ab Symptomen: ab 10-11 Tagen nicht mehr nachweisbar (Studie Webasto-Fälle)

viewtopic.php?f=14&t=75801&start=390#p626669
Grippe Mittel 4-5 Tage; Covid-19 max 10-11 Tage - so verstehe ich es. Bist du auch so 'n Zahlenjongleur?

Ich habe erfahren:
(..)Die Grippe wird von Influenzaviren verursacht, die Lungenkrankheit Covid-19 von dem neuartigen Coronavirus namens Sars-CoV-2.(..)

https://www.mdr.de/brisant/corona-gripp ... h-100.html

Hier noch ein NDR Bericht: Coronavirus: So verläuft die Erkrankung Covid-19 | Visite | NDR

Das RKI zur Infektiösität beider Viren:

(..)
SARS-CoV-2 - Dauer der Infektiosität
In einer Studie mit neun Patienten wurde die Ausscheidungsdynamik vermehrungsfähiger Viren aus Proben von Rachen und Sputum untersucht (25). Abstrichproben vom Rachen enthielten vermehrungsfähige Viren bis zum vierten Tag nach Symptombeginn, aus dem Sputum bis zum achten Tag nach Symptombeginn. Weder im Stuhl (verfügbare Proben ab dem sechsten Tag nach Symptombeginn), noch im Urin oder Serum konnten vermehrungsfährige Viren (im Urin und Serum auch keine SARS-CoV-2-RNA) nachgewiesen werden.
(..)
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... 2bodyText5

(..)
Influenzaviren - Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Die Dauer der Infektiosität wird als Ausscheidung vermehrungsfähiger Viren gemessen. Diese beträgt im Mittel etwa 4 bis 5 Tage ab Auftreten der ersten Symptome. Eine längere Dauer ist aber v.a. bei Kindern möglich. Eine Studie gab eine mittlere Ausscheidungsdauer bei hospitalisierten Patienten, die häufig chronische Vorerkrankungen und einen schwereren Verlauf haben, von 7 Tagen an (Leekha S, et al. 2007). Dies legt unter pragmatischen Gesichtspunkten eine Isolierung von Patienten, die sich wegen einer Influenza im Krankenhaus befinden, über einen Zeitraum von 7 Tagen nahe. Eine Ausscheidung vor Symptombeginn ist möglich.

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Ep ... sonal.html
Daraus lese ich: Infektiösität - Influneza max. 7 Tage - SARS-CoV-2 max. 8 Tage.
Die Infektiosität (Ansteckungsfähigkeit) wird unabhängig von der Inkubationszeit (Zeit von Ansteckung bis Krankheitsausbruch) erfasst.


Heiner hat geschrieben: 29 Mär 2020 - 19:33
p.s.
Ich führe solche Diskussionen zuletzt recht häufig, da die Menschen meinen Rat suchen. Leider kann ich nicht bei jedem immer wieder dasselbe sagen.

Hingegen geniesse ich von Zeit zu Zeit die Videos von Oliver Janich und Ken Jebsen zu diesem Thema. Während letzterer sich in bodenlöser Empörung ob der totalen Ausgangssperre ergeht (die es in Berlin nicht gibt, aber diese Anmerkung würde er wohl als naive Korintenkackerei abtun), und sich selber in eine Reihe mit den Geschwistern Scholl und der französischen Resistence stellt, so fabuliert Janich über die besvorstehenden Umwälzungen der westlichen Welt, bei denen Corona nur ein erfundenes Ablenkungsmaneuver ist. Aber er sagt dies stets mit so einem bedeutungsschwangeren Grinsen, dass es einem warm ums Herz wird. Auch wenn es Bullshit ist.

Das ist Unterhaltung! Das ist Kunst! Das musst du mal nachmachen, dann lohnt auch die Auseinandersetzung.

Bleib gesund.
Bei Ken Jebsen geht's mir wie mit den NDR Reporterinnen. Ich finde ihn albern. Zwischen uns stimmt einfach die Chemie nicht.
Aber ich schätze an ihm, dass er ständig quer kommt. Und mal die Chemie weggelassen, stell dir vor meine kognitiven Fähigkeiten schaffen auch das,
gibt er auch Nützliches von sich, wie beispielsweise: Profiteure der Angst - arte Dokumentation 2009

Wurde ja hier schon verlinkt. Hast du sie dir schon angeschaut? Inwieweit weit siehst du Parallelen/ Unterschiede zur momentanen Situation?
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Häschen
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Häschen »

Heiner hat geschrieben: 31 Mär 2020 - 0:13
Hallo

1. Je mehr man testet, desto mehr findet man. Wer widerspricht dem denn?

Das muss so sein, weil das Testen nicht anhand randomisierter Stichproben erfolgt, sondern anhand von mehr oder weniger passenden Kriterien das Ziel verfolgt, so viele Positivresultate wie möglich zu bekommen. Es ging beim Testen hierzulande offensichtlich nicht primär um das Ermitteln der Statistik, sondern um das Unterbrechen der Infektionsketten. Dabei ist ein randomisiertes Testen weniger hilfreich, als die Tests dort durchzuführen, wo man die höchste Trefferquote erwartet. Eine Ausweitung der Tests bringt konsequeterweise eine höhere Anzahl an Positivresultaten.

2. Darüberhinaus gibt es allerdings weitere Begründungen, weshalb mehr Tests auch mehr positive Resultate bringen. Laut Herrn Wodarg etwa liegt das daran, dass alle Coronaviren bei diesem Test anschlagen. Da diese generell für einem Anteil von 5% bis 15% der akuten Atemwegserkrankungen verantwortlich sind, wird jeder zusätzliche Test bei Menschen mit Symptomen mit einer Wahrscheinlichkeit von 5-15% positiv sein.

Herr Drosten, der.einen der aktuell verwendeten Tests mit entworfen hat, hält dem entgengen, dass nur auf SARS-Cov2 Viren getestet wird. Zudem auf SARS und eine Reihe von Coronaviren, die nur bei Fledermäusen gefunden werden. Da SARS beim Menschen nicht mehr verbreitet ist, kann der Test tatsächlich also nur bei SARS-CoV2 anschlagen, nicht aber bei anderen in der Bevölkerung zirkulierenden Corona-Viren.

Hier steht Aussage gegen Aussage, Wobei ich mich frage, wie Herr Wodarg beurteilen kann, welche Viren der Test findet. Aber davon abgesehen ist diese Unterscheidung essentiell:

Denn folgt man der Auffassung von Herrn Wodarg, so sind die Tests ohne Erkenntnisgewinn, da in diesem Jahr keine andere Situation vorliegt als in vorherigen. SARS-Cov2 ist kein von anderen Coronaviren grundsätzlich verschiedenes Virus. Es wird nicht mehr Infizierte geben, als in anderen Jahren auch. Tests führen allenfalls zu Panikmache.

Folgt man hingegen der Auffassung von Herrn Drosten und dem Gros der Wissenschaftler in China und anderswo auf der Welt, handelt es sich bei SARS-CoV2 um einen neuartigen Coronavirus, das sich möglicherweise anders verhält als bereits zirkulierende Corona-Viren. Es gibt bislang keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich das Virus ohne Eindämmung nicht in wenigen Monaten bei Millionen von Menschen ausbreiten und die Kapazitäten des Gesundheitssystems in einem biser nicht erlebten Mass überfordern wird

Es macht für das Testen zudem einen Unterschied, ob man davon ausgeht, dass das Virus erst seit Januar in Deutschland ist, und somit am Beginn der Verbreitung steht. In diesem Fall weisen Tests in später folgenden Wochen tendenziell auch höhere Positivresultate auf, wenn die Anzahl der Tests gleich bleibt
Genau, je mehr man testet, umso mehr Infizierte findet man auch. Das wäre bei einer Grippe Welle nicht anders. Prinzipiell spricht nichts dagegen, nur treibt es das Zahlenbild deutlich nach oben und somit auch den Paniklevel, wenn man fast 3x mehr testet und alle nicht getesteten Kontaktpersonen mit in die Statistik aufnimmt. Darum geht's. Das muss vom RKI viel transparenter kommuniziert werden.

Bei Wodarg brauchst du dich nicht zu Fragen, wie er so etwas beurteilen kann. Der war Bundestagsabgeordneter, Schwerpunkt gesundheitsbezogenen Themen,
wie "Infektionsschutz (BSE, Influenza und andere Viruserkrankungen, Tierseuchen, Antibiotika-Resistenzen)" (Quelle Wiki) und Initiator der Untersuchungen des Europarates zur Schweinegrippe.
Es sind Erfahrungswerte. Das "möglicherweise" SARS-Cov2 super neuartig ist, ändert daran nichts.
Zuletzt geändert von Häschen am 03 Apr 2020 - 2:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Häschen
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Re: Corona Virus betrifft ja auch Mac

Beitrag von Häschen »

Corona-Krise: Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Prof. Sucharit Bhakdi

Link zum offenen Brief


Kiel, den 26. März 2020

Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin,

als Emeritus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und langjähriger Leiter desdortigen Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene fühle ich mich verpflichtet,
die weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die wir derzeit auf uns nehmen, um die Ausbreitung des COVID-19 Virus zu reduzieren, kritisch zu hinterfragen.
Es ist ausdrücklich nicht mein Anliegen, die Gefahren der Viruserkrankung herunterzuspielen oder eine politische Botschaft zu kolportieren. Jedoch empfinde ich es als meine Pflicht,
einen wissenschaftlichen Beitrag dazu zu leisten, die derzeitige Datenlage richtig einzuordnen, die Fakten, die wir bislang kennen, in Perspektive zu setzen – und darüberhinaus auch Fragen zu stellen,
die in der hitzigen Diskussion unterzugehen drohen. Der Grund meiner Besorgnis liegt vor allem in den wirklich unabsehbaren sozio- ökonomischen Folgen der drastischen Eindämmungsmaßnahmen,
die derzeit in weiten Teilen Europas Anwendungen finden und auch in Deutschland bereits in großem Maße praktiziert werden.
Mein Wunsch ist es, kritisch – und mit der gebotenen Weitsicht – über die Vor- und Nachteile einer Einschränkung des öffentlichen Lebens und die daraus resultierenden Langzeiteffekte zu diskutieren.
Dazu stellen sich mir fünf Fragen, die bislang nur unzureichend beantwortet wurden, aber für eine ausgewogene Analyse unentbehrlich sind.
Ich bitte Sie hiermit um rasche Stellungnahme und appelliere gleichsam an die Bundesregierung, Strategien zu erarbeiten, die Risikogruppen effektiv schützen,
ohne das öffentliche Leben flächendeckend zu beschneiden und die Saat für eine noch intensivere Polarisierung der Gesellschaft säen, als sie ohnehin schon stattfindet.

Mit vorzüglicher Hochachtung,
Prof. em. Dr. med. Sucharit Bhakdi

1. Statistik
In der Infektiologie – begründet von Robert Koch selbst – wird traditionell zwischen Infektion und Erkrankung unterschieden. Eine Erkrankung bedarf einer klinischen Manifestation.
[1] Deshalb sollten nur Patienten mit Symptomen wie etwa Fieber oder Husten als Neuerkrankungen in die Statistik eingehen.
Mit anderen Worten bedeutet eine Neuinfektion – wie beim COVID-19 Test gemessen – nicht zwangsläufig, dass wir es mit einem neuerkrankten Patienten zu tun haben,
der ein Krankenhausbett benötigt. Derzeit wird aber angenommen, dass fünf Prozent aller infizierten Menschen schwer erkranken und beatmungspflichtig werden.
Darauf basierende Hochrechnungen besagen, dass das Gesundheitssystem im Übermaß belastet werden könnte.

Meine Frage: Wurde bei den Hochrechnungen zwischen symptomfreien Infizierten und tatsächlichen, erkrankten Patienten unterschieden – also Menschen, die Symptome entwickeln?

2. Gefährlichkeit
Eine Reihe von Coronaviren sind – medial weitgehend unbemerkt – schon seit Langem im Umlauf. [2] Sollte sich herausstellen, dass dem COVID-19 Virus
kein bedeutend höheres Gefahrenpotential zugeschrieben werden darf als den bereits kursierenden Coronaviren, würden sich offensichtlich sämtliche Gegenmaßnahmen erübrigen.
In der international anerkannten Fachzeitschrift „International Journal of Antimicrobial Agents“ wird in Kürze eine Arbeit erscheinen, die genau diese Frage adressiert.
Vorläufige Ergebnisse der Studie sind schon heute einsehbar und führen zu dem Schluss, dass das neue Virus sich von traditionellen Coronaviren in der Gefährlichkeit NICHT unterscheidet.
Dies bringen die Autoren im Titel ihrer Arbeit „SARS-CoV-2: Fear versus Data“ zum Ausdruck. [3]

Meine Frage: Wie sieht die gegenwärtige Auslastung von Intensivstationen mit Patienten mit diagnostizierten COVID-19 im Vergleich zu anderen Coronavirus- Infektionen aus,
und inwiefern werden diese Daten bei der weiteren Entscheidungsfindung der Bundesregierung berücksichtigt? Außerdem: Wurde die obige Studie in den bisherigen Planungen zur Kenntnis genommen?

Auch hier muss natürlich gelten: Diagnostiziert heißt, dass das Virus auch maßgeblichen Anteil an dem Krankheitszustand des Patienten hat, und nicht etwa Vorerkrankungen eine größere Rolle spielen.

3. Verbreitung
Laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitung ist nicht einmal dem viel zitierten RKI genau bekannt, wie viel auf COVID-19 getestet wird. Fakt ist jedoch,
dass man mit dem wachsendem Testvolumen in Deutschland zuletzt einen raschen Anstieg der Fallzahlen beobachten konnte. [4]
Der Verdacht liegt also nahe, dass sich das Virus bereits unbemerkt in der gesunden Bevölkerung ausgebreitet hat.
Das hätte zwei Konsequenzen: erstens würde es bedeuten, dass die offizielle Todesrate – am 26.03.2020 etwa waren es 206 Todesfälle bei rund 37.300 Infektionen, oder 0.55 Prozent [5] –
zu hoch angesetzt ist; und zweitens, dass es kaum mehr möglich ist, eine Ausbreitung in der gesunden Bevölkerung zu verhindern.

Meine Frage: Hat es bereits eine stichprobenartige Untersuchung der gesunden Allgemeinbevölkerung gegeben, um die Realausbreitung des Virus zu validieren, oder ist dies zeitnah vorgesehen?

4. Mortalität
Die Angst vor einem Ansteigen der Todesrate in Deutschland (derzeit 0.55 Prozent) wird medial derzeit besonders intensiv thematisiert. Viele Menschen sorgen sich,
sie könne wie in Italien (10 Prozent) und Spanien (7 Prozent) in die Höhe schießen, falls nicht rechtzeitig gehandelt wird.
Gleichzeitig wird weltweit der Fehler begangen, virusbedingte Tote zu melden, sobald festgestellt wird, dass das Virus beim Tod vorhanden war – unabhängig von anderen Faktoren.
Dieses verstößt gegen ein Grundgebot der Infektiologie: erst wenn sichergestellt wird, dass ein Agens an der Erkrankung bzw. am Tod maßgeblichen Anteil hat, darf die Diagnose ausgesprochen werden.
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften schreibt in ihren Leitlinien ausdrücklich: „Neben der Todesursache muss eine Kausalkette angegeben werden,
mit dem entsprechenden Grundleiden auf der Todesbescheinigung an dritter Stelle. Gelegentlich müssen auch viergliedrige Kausalketten angegeben werden.“ [6]
Derzeit gibt es keine offiziellen Angaben darüber, ob zumindest im Nachhinein kritischere Analysen der Krankenakten unternommen worden, um festzustellen,
wie viele Todesfälle wirklich auf das Virus zurückzuführen seien.

Meine Frage: Ist Deutschland dem Trend zum COVID-19 Generalverdacht einfach gefolgt? Und: gedenkt es, diese Kategorisierung weiterhin wie in anderen Ländern unkritisch fortzusetzen?
Wie soll dann zwischen echten Corona-bedingten Todesfällen und zufälliger Viruspräsenz zum Todeszeitpunkt unterschieden werden?

5. Vergleichbarkeit
Immer wieder wird die erschreckende Situation in Italien als Referenzszenario herangezogen. Die wahre Rolle des Virus in diesem Land ist jedoch aus vielen Gründen völlig unklar – nicht nur,
weil die Punkte 3 und 4 auch hier zutreffen, sondern auch, weil außergewöhnliche externe Faktoren existieren, die diese Regionen besonders anfällig machen.
Dazu gehört unter anderem die erhöhte Luftverschmutzung im Norden Italiens. Laut WHO-Schätzung führte diese Situation 2006 auch ohne Virus zu über 8.000 zusätzlichen Toten
allein in den 13 größten Städten Italiens pro Jahr. [7] Die Situation sich hat sich seitdem nicht signifikant verändert. [8]
Schließlich ist es darüberhinaus auch erwiesen, dass Luftverschmutzung bei sehr jungen und älteren Menschen das Risiko viraler Lungenerkrankungen sehr stark erhöht. [9]
Außerdem leben 27.4 Prozent der besonders gefährdeten Population in diesem Land mit jungen Menschen zusammen, in Spanien sogar 33.5 Prozent. In Deutschland sind es zum Vergleich nur sieben Prozent [10].
Hinzu kommt, dass Deutschland laut Prof. Dr. Reinhard Busse, Leiter des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin,
in Sachen Intensivstationen deutlich besser ausgestattet ist als Italien – und zwar etwa um den Faktor 2,5 [11].

Meine Frage: Welche Bemühungen werden unternommen, um der Bevölkerung diese elementaren Unterschiede nahe zu bringen und den Menschen verständlich zu machen,
dass Szenarien wie in Italien oder Spanien hier nicht realistisch sind?

Referenzen:
[1] Fachwörterbuch Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie. Fachwörter – Definitionen – Interpretationen. Robert Koch-Institut, Berlin 2015.
https://www.rki.de/DE/Content/Service/P ... oerterbuch Infektions schutz.html (abgerufen am 26.3.2020)
[2] Killerby et al., Human Coronavirus Circulation in the United States 2014–2017. J Clin Virol. 2018, 101, 52-56
[3] Roussel et al. SARS-CoV-2: Fear Versus Data. Int. J. Antimicrob. Agents 2020, 105947
[4] Charisius, H. Covid-19: Wie gut testet Deutschland? Süddeutsche Zeitung. https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... verfahren- 1.4855487 (abgerufen am 27.3.2020)
[5] Johns Hopkins University, Coronavirus Resource Center. 2020, https://coronavirus.jhu.edu/map.html (abgerufen am 26.3.2020)
[6] S1-Leitlinie 054-001, Regeln zur Durchführung der ärztlichen Leichenschau. AWMF Online, https://www.awmf.org/uploads/tx szleitlinien/054-002l S1 Regeln- zur-Durchfuehrung-der-aerztlichen-Leichenschau 2018-02 01.pdf (abgerufen am 26.3.2020)
[7] Martuzzi et al. Health Impact of PM10 and Ozone in 13 Italian Cities. World Health Organization Regional Office for Europe. WHOLIS number E88700 2006
[8] European Environment Agency, Air Pollution Country Fact Sheets 2019, https://www.eea.europa.eu/themes/air/co ... ntry-fact-
sheets (abgerufen am 26.3.2020)
[9] Croft et al. The Association between Respiratory Infection and Air Pollution in the Setting of Air Quality Policy and Economic Change. Ann. Am. Thorac. Soc. 2019, 16, 321–330.
[10] United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division. Living Arrangements of Older Persons: A Report on an Expanded International Dataset (ST/ESA/SER.A/407). 2017
[11] Deutsches Ärzteblatt, Überlastung deutscher Krankenhäuser durch COVID-19 laut Experten unwahrscheinlich, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... deutscher- Krankenhaeuser-durch-COVID-19-laut-Experten-unwahrscheinlich (abgerufen am 26.3.2020)
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