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Vokator

Beitrag von Tim » 08 Feb 2014 - 23:33

Vokator

Donnerstag, 12 Juni 2003
Die Installation ist mit und ohne Hilfe des Handbuchs kinderleicht durchführbar und nach Registrierung bei Native Instruments stehen auch zukünftige Updates zur Verfügung.

Das Handbuch kommt im Taschenbuchformat, wie man es von NI gewohnt ist.

Getestet wurde auf Mac G4 933 1Gb RAM OS9 Logic 6.1

Input Manager:

Für die Signalzuweisung der Eingänge A und B ist der Input Manager zuständig. Im Pop-Up Menü des Kanals A stehen Eingangssignale wie zur Auswahl.

1. Live ( Live Input Signal A)
2. Playback ( File Player)


Im Menü des Kanals B

1. Live ( Live Input Signal B)
2. OSC Synth ( Polyphoner Synthesizer)
3. Wave Synth ( Sample Player mit Granularsynthesefunktion)


Die Schalter M und S stehen für Mute und Solo.

Der Synthesizer:

Der Synthesizer des Vokators ist mit den allen Funktionen eines vollwertigen Synths ausgestattet.
Wellenformen Sinus, Rechteck, Dreieck und Rauschen. Eine Sektion mit Hüllkurve und Filter: Cutoff, Resonanz, Flanke und Typ (Hochpass/Tiefpass/Bandpass).

Eine kleine aber feine Zugabe ist das integrierte Keyboard-Modul (Osc+Wave Synth) Das durch Mausklick aktiviert und deaktiviert werden kann.

Der Sampler:

Nicht nur ein Synthesizer, sondern auch ein File Player ist mit an Bord. Zum triggern und modulieren von Sounds kann man auch Wave oder Aif Dateien benutzen. Und das macht die Sache erst so richtig interessant.
Sowohl Geschwindigkeit als auch Tonhöhe, lassen sich unabhängig von einander ändern - und das auch bei größeren Änderungen mit ausgezeichneter Qualität. Abspielrichtung, Start- bzw. Endpunkt eines Files lassen sich frei wählen. Auch wenn der Vokator einen separaten Sampler nicht ersetzen kann, ist der Funktionsumfang der internen Samplingfunktion doch recht beachtlich.
Native Instruments liefert zudem eine ziemlich große Auswahl an Samples aus allen erdenklichen Bereichen (von Sprache bis hin zu Drumloops) mit denen man schon eine ganze Menge anstellen kann.

Die Morph Sektion (Osc+Wave Synth):

Eine der besten und interessantesten Funktion des Vokator Sound Verbiegunsmeisters, ist die Morph Sektion oder Parameter Morphing.

Die Morph Sektion besteht aus 5 Button und einem Fader. Jeder dieser Buttons 1-5 kann mit den aktuellen Synth Einstellungen Belegt werden.
Diese Snapshots kann man nun nicht nur einzeln abrufen, sondern Durch diesen Slicer stufenlos ein und aus hin und her blenden.

Anders formuliert:

Mit dem Morph Fader kann man lückenlos zwischen den Snapshots der 5 Button (Fachausdruck: Key Points) interpolieren, oder morphen.

Effekte:

Mit Standards hat das nichts mehr zu tun.
Ähnlichkeit mit dem Spektral Delay ist nicht zu überhören.
Warum auch keine Parallele ziehen, das Spektral Delay ist ja immerhin auch der Hammer in Sachen ?pervers gute abgespacete Delays"
Hier rotieren die Frequenzen und Sounds werden metallisiert und vieles mehr....
Erwähnenswert ist in dem Zusammenhang sicherlich auch noch der Ausgangs-EQ, der sich in dem Spektralfenster, in welchem der Ausgangspegel angezeigt wird, über eine Bezier-Filterkurve mit beliebig vielen Punkten (zumindestens konnten wir keine Obergrenze feststellen) sehr genau einstellen lässt.

Handbuch:

Kurz und bündig.
Taschenbuchformat
4 sprachig
einfach und klar geschrieben
leicht zu verstehen

Fazit:

Native Instruments neuester Streich eine komplexe und sehr gute Vocoder Maschine die jeder einfach und intuitiv bedienen kann.
Man kann sofort gute Ergebnisse erzielen, auch ohne TonIng Studium

Dank der "anboard" Sound Lib kann man auch ohne Mikro oder Live Eingang den Vokator voll nutzen.

Ich vermisse keine Funktion, da von Effekten über Dynamikbearbeitung bis hin zu Synthesizer und Sampler alles integriert ist, was man sich denken kann.
So gut wie jeder Parameter läßt sich automatisieren. Mit Schnittstellen ist er reichlich ausgestattet .

Schnittstellen:

VST 2.0 (MAC|PC)
ASIO (MAC|PC)
Audio Units** (MAC)
Core Audio (MAC)
Soundmanager (MAC)
RTAS* (nur Mac OS X)
DXi II (PC)
MME (PC)
Direct Sound? (PC)

Systemvorraussetzungen:

Minimum: MacOS 9.2/MacOS 10.2.2, G3 500 MHz, 128 MB RAM
Empfohlen: G4 733 MHz, 512 MB RAM, OMS 2.3.8

Minimum: Windows 98/2000/ME/XP, Pentium/Celeron/Athlon 800 MHz, 128 MB RAM
Empfohlen: Windows XP, Pentium/Athlon 1,2 GHz, 512 MB RAM

RTAS Support folgt in Kürze als kostenloses Update.
**Audio Units-Support wird in Kürze per kostenlosem Update nachgeliefert.


Tester: Dirk Stephan
• iMac i7 • 32 GB RAM • FD • Logic Pro X • RME FireFace • Macbook Pro 15" • I7 2,3 GHz • 16 GB RAM, SSD
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