Logic 9 und Snow Leopard

Logic Studio 9

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barebone99
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Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von barebone99 » 30 Aug 2009 - 13:41

Hat denn schon jemand Snow Leopard installiert?
Mich würde interessieren wie sich Logic 9 unter Snow Leopard verhält, was funktioniert und was nicht?
Danke
alexander
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von alexander » 30 Aug 2009 - 13:42

alles super. habe noch nix produziert unter sl. aber das teil startet problemlos und alle plugins werden erfolgreich validiert.

hth..
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von barebone99 » 30 Aug 2009 - 14:47

Ah super, das klingt doch schonmal gut.
Hinsichtlich des Speicherproblems werden wir wahrscheinlich ja sowieso auf ein Update von Logic warten müssen. Oder zeigt die Aktivitätsanzeige Logic als 64 Bit Programm an?

Danke
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von alexander » 30 Aug 2009 - 17:21

nein, logic laeuft nach wie vor als 32bit programm.
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von barebone99 » 30 Aug 2009 - 18:05

Ok. Und damit ist dann wahrscheinlich auch alles hinsichtlich der Speichergrenze beim alten. Dann bin ich mal gespannt ob Apple da was hinterherschiebt.

Danke.
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von peedeesan » 31 Aug 2009 - 0:19

Gut zu Wissen... dann geh ich von den 29 Euro lieber noch ein Eis essen und warte ab was der Apfelmann bringt :lol:
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von alexander » 31 Aug 2009 - 0:42

wuerd ich nicht machen. snow leopard ist insgesamt sowas von schneller und zippiger von der gui her dass man in summe sicher immens zeit spart. und mehr spass machts auch. iphoto oeffnet jetzt etwa in der zeit wie preview unter leopard. echt der hammer das system. ich gebs nicht mehr her. ich hoffe dass die eine flotte transition hinkriegen wenn logic mal 64 bit geht, aber das kann grad beim audio einen ziemlichen performancesprung bringen glaube ich. alles flutscht einfach besser...
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von superflo » 31 Aug 2009 - 15:29

barebone99 hat geschrieben:Ok. Und damit ist dann wahrscheinlich auch alles hinsichtlich der Speichergrenze beim alten. Dann bin ich mal gespannt ob Apple da was hinterherschiebt.
Da gabs doch vor kurzem ein sehr aufschlussreiches Posting in diesem Forum. Das Fazit heraus war doch mehr oder weniger jenes, das entsprechend programmierte Plugins schon jetzt keine Probleme mit irgendwelchen Speichergrenzen haben und im Gegenzug ein kompletter Umstieg auf 64 bit auch performancetechnisch nicht nur Vorteile hätte. Außerdem müssten, wenn Logic komplett im 64-bit-Modus laufen würde, auch alle Audio Units 64 bit Versionen sein.
Na viel Spaß beim Warten darauf...
Auch und Snow Leopard läuft jeder Mac erstmal im 32 bit Modus, kann aber natürlich 64 bit Code ausführen, und zwar dort, wo es Sinn macht (zum Beispiel sind die meisten mitgelieferten OSX-Apps jetzt 64-bit-Code).
Von mir aus kann Logic in 8 bit programmiert sein ( :wink: ), Hauptsache, ich kann per "PLAY, "VSL", "EXS" usw. meinen RAM (momentan 6 GB) mit Sounds vollladen.
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von barebone99 » 31 Aug 2009 - 16:30

Hm. Da hast Du schon recht, gerade der Kontakt 3.5 ist mit seinem Memory Server da schon ein Segen. Trotzdem ist es ja so dass man bei einigen Produktionen mit Plug-ins wie Omnisphere oder ähnlichem in Kombination mit Kontakt etc. schnell an die 1,5 GB Grenze kommt (oder war die 1,7 GB?) naja auf jeden Fall meckert Logic 9 ja schon bereits etwas früher als Logic 8 dass bald kein Speicher mehr frei ist. Manche Plug-ins lassen sich eben nicht auslagern und fände ich es schon klasse dass das Programm selbst mehr als 2 GB Speicher verwalten darf. Ich gehe aber mal davon aus dass das noch etwas dauert bis wir da ein Update für Logic 9 bekommen.

Du hast geschrieben "Hauptsache, ich kann per "PLAY, "VSL", "EXS" usw. meinen RAM (momentan 6 GB) mit Sounds vollladen."
Ich habe das mit PLAY immernoch nicht verstanden, wenn ich da eine Instanz von aufmache zieht der das auf jeden Fall von Logic "ab" und läuft nicht im Hintergrund wie z.B. der Kontakt Memory Server. Mache ich da was falsch? Ich weiss dass PLAY 64 bittig sein soll und man "Stream to Disk" abschalten soll. Das macht bei mir aber genau gar keinen Unterschied. Das Plug in belastet trotzdem die Speicheradressierung von Logic.

Danke für einen Tipp
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von mfritze » 31 Aug 2009 - 18:06

barebone99 hat geschrieben:Trotzdem ist es ja so dass man bei einigen Produktionen mit Plug-ins wie Omnisphere oder ähnlichem in Kombination mit Kontakt etc. schnell an die 1,5 GB Grenze kommt (oder war die 1,7 GB?)
Die Grenze liegt bei 3.7GB. Wenn es bei Dir kleiner ist, dann guckst Du auf die falsche Zahl :D
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von barebone99 » 31 Aug 2009 - 18:33

Asso. Also Virtueller und nicht Physlikalischer Speicher ja? ;-)
Toll! Dann habe ich ja schon doppelt so viel wie sonst wenn ich auf die Zahl schaue ;-)
achim brochhausen
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von achim brochhausen » 31 Aug 2009 - 21:50

barebone99 hat geschrieben:Ich weiss dass PLAY 64 bittig sein soll und man "Stream to Disk" abschalten soll. Das macht bei mir aber genau gar keinen Unterschied.
Also das macht bei mir einen grossen Unterschied. Vor ein paar Tagen habe ich nochmal den Test gemacht und 20 play Instanzen mit den gleichen Istrumenten einmal mit und einmal ohne "stream to disk" geladen.
Ausgeschaltet lief dies sehr flüssig. Eingeschaltet hatte ich viele Dropouts.
Gruß
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von mfritze » 01 Sep 2009 - 16:39

barebone99 hat geschrieben:Asso. Also Virtueller und nicht Physlikalischer Speicher ja? ;-)
Toll! Dann habe ich ja schon doppelt so viel wie sonst wenn ich auf die Zahl schaue ;-)
JEDES 32-bit Programm hat 4GB virtuellen Speicher (minus vielleicht 200-300MB, welchen Mac OS X belegt). Das war schon seit Mac OS X 10.0 so und hat sich nicht geändert.

Der physikalische Speicher kann weniger oder mehr sein. Das ändert aber nichts am Speicherbedarf des Programms, das Programm sieht stets 4GB Speicher, selbst wenn nur 1GB installiert ist. Die "Strafe" mehr Speicher zu nutzen, als installiert ist, ist das sogenannte "Swapping" oder "Paging": das Betriebssystem holt sich den fehlenden physikalischen Speicher von der Festplatte (die hoffentlich noch genug freien Speicher hat, sonst crasht Mac OS X). Das ist natürlich SEHR SEHR lahm und verhindert quasi sofort die Nutzung von Programmen, die Echtzeitanforderungen haben. Der Rechner fühlt sich zäh an, man bekommt ständigt Audio-Engine overloads, u.s.w.

Man sollte stets genug physikalischen Speicher haben, daß der "Activity Monitor" möglichst wenige "Page outs" auflistet. Ein paar MB über die Zeit sind OK und normal, aber wenn man diese Zahl in Bewegung sieht, ist was faul im Staate Dänemark. "Page in" ist stets deutlich größer, denn das Laden von Programmen zählt auch als Page In. Unter normalen Unständen kann man diese Zahl ignorieren.

Vielviel Speicher ein Programm tatsächlich belegt ist sehr schwer zu ermitteln. Das liegt daran, daß Speicher z.B. mit anderen Programmen gemeinsam genutzt werden kann (CoreAudio wird z.B. nur einmal geladen, auch wenn man iTunes und Logic gleichzeitig laufen läßt). Die "Page out" Anzeige zeigt aber, wenn es nicht mehr reicht.

Kommen wir zur "berühmten" 4GB Grenze. Wenn ein 32 Bit Programm (inkl. aller geladenen Plugins) mehr Speicher benötigt, als 4GB (minus der OS Reserve), dann stürzt es ab - früher oder später. Falls das Programm nicht abstützt, kann Mac OS X einen Absturz verursachen, weil z.B. die File-Auswahl für das Speichern nicht mehr geladen werden kann oder weil eine AudioUnit etwas mehr Speicher belegt, oder ... Man muß also vermeiden an diese Grenze zu kommen. In Logic 9 überwacht Logic den Speicher und versucht sicher zu stellen, daß selbst wenn der Speicher knapp wird, nur genug Speicher für eine Warnung übrig ist. Das kostet was 2-3% vom Speicher, aber macht das Programm stabiler. Löst es alle Probleme? Nein, falls eine AudioUnit nicht "akzeptieren" will, daß kein Speicher mehr verfügbar ist, kann die AU Logic immer noch zum Abstürzen bringen. Eine 100%ige Sicherheit gibt es leider nicht. 95%? Ja, die haben wir nun. In Logic 8 gab es 0% Sicherheit.

Diese Sicherheit hat aber natürlich den Effekt, daß Logic 9 etwas mehr Speicher belegt. Das kann dazu führen, daß _DER_ Song gerade nicht mehr paßt, der in Logic 8 gerade noch geladen werden konnte. Gleiches gilt übrigens für _jedes_ Software Update! Eine neue Version von Mac OS X kann gerade genug sein um diese Grenze zu sprengen! Selbst eine neue AudioUnit kann reichen oder die Installation von Live, welches als ReWire Slave in Logic geladen wird. Logic 9 hat mehr Features, die gibt es auch nicht "umsonst" => etwas Speicher.

Deswegen hat Logic 9 zwei Warnungen: eine, die besagt: "Der Speicher wird knapp - du bist gewarnt". Man kann sie wegklicken und ignorieren, aber Logic hat einen gewarnt! Und eine "Der Speicher ist voll - Du kann nur noch speichern". Dies ist die Meldung, welche den Crash verhindert.

Gibt es keine Lösung? Nun, es gibt zwei:

(1) Die allermeisten Songs brauchen nur sehr wenig Speicher. Deutlich weniger als 1GB. Größer wird der Speicherbedarf üblicherweise nur durch Sampler-Instrumente, von denen man evtl. auch noch viele einsetzen will. Seit Logic 8 hat der EXS24 die Möglichkeit Speicher außerhalb dieser 4GB zu nutzen und somit wird sein Speicherbedarf innerhalb der Applikation quasi irrelevant. Kontakt 3.5 hat nun einen ähnlichen Mechanismus. Dies löst das Problem und man kann i.d.R. die "4GB Grenze" vergessen.

(2) Die magischen "64 Bit", ja die Lösen das Problem auch. Endgültig (nunja, die Grenze ist 4 Mrd. mal größer als die bisherige 4GB Grenze - das sehe ich als "endgültig" für uns an). Nur gibt es ein Problem: alle AudioUnits auf dem Markt sind 32 Bit, und wie unter (1) schon beschrieben sie sie die üblichen Verdächtigen beim Sprengen der 4GB Grenze. Aber unter Mac OS X können Programme keine Plugins laden, die nicht zur Architektur passen. So wie PowerPC AudioUnits nicht von einem Intel-Host geladen werden konnten, können 32 Bit Intel-AUs nicht von einem 64 Bit Intel-Host geladen werden. Wer das nicht glaubt, kann die SnowLeopard Developer Tools installieren und AULab in 64 Bit starten: alle AudionUnits sind weg. Man hat als "beliebig" Speicher, aber keine Plugins mehr um den Speicher zu füllen. ReWire ist übrigens auch betroffen, ist schließlich auch nur 32 Bit. 64 Bit sind sicher eine gute Lösung, aber eben keine von heut-auf-morgen.
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von MarkDVC » 01 Sep 2009 - 16:47

Das ist eine sehr hilfreiche Erklärung, vielen Dank Markus!

Ich habe es mir erlaubt, ein Link dazu im L 9 FAQ zu posten:

http://www.logicuser.de/forum/viewtopic ... 52&t=47593

Gruß

Mark
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Re: Logic 9 und Snow Leopard

Beitrag von Pentatonik » 01 Sep 2009 - 19:48

Danke Herr Dr.Fritze,
gute Ausführung. Für mich als Musiker (kein Programmierer oder Lötkolben) hättest du es nicht besser erklären können. :wink:

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