Bouncen und Prozessorkerne

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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Lolo » 30 Jul 2009 - 13:18

es gab dazu schon mal eine aufschlußreiche antwort von mfritze, und zwar hier:

http://www.logicuser.de/forum/viewtopic ... 44#p392344

und zwar genau dieser beitrag:

"KellerKnabe hat geschrieben:
Nö, aber ich würde jetzt mal mit Dir eine Wette um ein Getränk freier Wahl eingehen, dass Logic in diesem Jahr noch Offlinebouncing mit mehreren Cores unterstützen wird ...

mfritze:
BTW: Das ist technisch nicht trivial, da sich z.B. ein Reverb mit einer langen Hallfahne in Theorie auf die gesamte Dauer des Audiofiles auswirken kann, sprich: jedes einzelne Sample ist direkt von dem vorherigen abhängig. Das kann man nicht einfach so auf mehrere Threads aufteilen."


mir hat das ziemlich eingeleuchtet, als grund warum logic offline nur auf einem prozessor bounct...
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von MarkDVC » 30 Jul 2009 - 13:25

Bruce Dickinson hat geschrieben:Was hat denn das mit feilschen zu tun?? Meiermüller schrieb, dass es nicht möglich sei, alle Kerne zu 100% zu fahren. Das leuchtet mir ein. Nur nicht, dass einer 100% Leistung erbringen muss, und die anderen 0%. Es muss doch was dazwischen geben...
Das Thema haben wir schon öfters hier gehabt.

Tatsache ist, es ist z. Z. nicht möglich offline Bounces Multithreading zu machen. Ein einzelne Thread läuft prinzipiell auf ein Core. Natürlich wollen wir alle dass hier sich was ändert, ich kann mir auch sehr gut vorstellen dass Apple darüber bestens informiert ist.
Bruce Dickinson hat geschrieben:Offline Bouncen hat 30 min gebraucht für einen 6:50 Song....
Das heisst, es wäre besser sowas in Echtzeit zu bouncen.

<EDIT> - Lolo war schneller :D

Gruß

Mark
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Mahonie81 » 30 Jul 2009 - 13:46

Wer erklärt denn jetzt mal warum es nicht machbar ist?
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von hugoderwolf » 30 Jul 2009 - 13:55

Ohne Einsicht in den Quellcode nehmen zu können wird das kaum erklärbar sein.
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Steve Crown » 30 Jul 2009 - 14:12

Wie machen das denn die "anderen"? Also Cubase, PT & Co.? Weiss das jemand?
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von barebone99 » 30 Jul 2009 - 14:38

Pro Tools kann meines Wissens nach gar kein Offline Bouncing oder?
Hab's selbst noch nicht probiert aber das würde ja auch bedeuten dass man alles ausschliesslich in Echtzeit ausspielen kann.
Somit würde dann jeder Bounce, sei es auch nur eine Sprecherspur für ein Hörbuch 90 Minuten, exakt 90 Minuten dauern.
Oder bin ich da falsch informiert?
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Lolo » 30 Jul 2009 - 14:54

Mahonie81 hat geschrieben:Wer erklärt denn jetzt mal warum es nicht machbar ist?
also ich nix fachmann, aber ich denke mal es ist so:

aus dem gleichen grund, wie auch plugins im gleichen kanalzug auf dem gleichen prozessor gerechnet werden müssen: ein sample ist immer vom vorigen abhängig. ohne daß das vorige sample berechnet wurde kanns also nicht weitergehn. insofern wäre es sinnlos, einen anderen prozessor weiterrechnen zu lassen, er könnte ja doch erst anfangen zu rechnen, wenn der erste prozessor fertig ist. würde dann der zweite rechnen, müsste der erste wieder warten usw... deswegen würde es geschwindigkeitsmäßig garnichts bringen. also kann man es auch auf einem kern rechnen lassen. dann sind die anderen wenigstens frei. du könntest wahrscheinlich sehr einfach 2 kerne mit 50% belegen, die könnten dann aber auch nichts anderes machen und schneller würde es auch nicht gehn. also wozu dann?

so erkläre ich mir das zumindest mit meinem laienverstand.
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Helfried » 30 Jul 2009 - 14:55

Ich verstehe nicht, warum Logic dann nicht bei rechenintensiveren Projekten, welche beim Offline Bounce länger als Realtime bräuchten - automatisch einen normalen, realtime Bounce durchführt (meinetwegen mit stummgeschalteten Ausgang).
Oder ist es vielleicht so, das man im Offline Modus Projekte bouncen kann, die den Rechner bei der Wiedergabe völlig überfordern und dauernd mit Overload stehenbleiben würden ? Dann würde es ja Sinn machen.

Ich hatte so etwas allerdings bislang noch nicht. Sehr umfangreiche Songs, welche bei mir grad noch so laufen und gelegentlich hängenbleiben, bouncen offline immer noch einen Tick schneller als Realtime.
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Saxer » 30 Jul 2009 - 15:13

barebone99 hat geschrieben:Pro Tools kann meines Wissens nach gar kein Offline Bouncing oder?
Hab's selbst noch nicht probiert aber das würde ja auch bedeuten dass man alles ausschliesslich in Echtzeit ausspielen kann.
Somit würde dann jeder Bounce, sei es auch nur eine Sprecherspur für ein Hörbuch 90 Minuten, exakt 90 Minuten dauern.
Oder bin ich da falsch informiert?
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Lolo » 30 Jul 2009 - 15:26

Saxer hat geschrieben:
barebone99 hat geschrieben:Pro Tools kann meines Wissens nach gar kein Offline Bouncing oder?
Hab's selbst noch nicht probiert aber das würde ja auch bedeuten dass man alles ausschliesslich in Echtzeit ausspielen kann.
Somit würde dann jeder Bounce, sei es auch nur eine Sprecherspur für ein Hörbuch 90 Minuten, exakt 90 Minuten dauern.
Oder bin ich da falsch informiert?
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Lolo » 30 Jul 2009 - 15:32

Helfried hat geschrieben:Ich verstehe nicht, warum Logic dann nicht bei rechenintensiveren Projekten, welche beim Offline Bounce länger als Realtime bräuchten - automatisch einen normalen, realtime Bounce durchführt (meinetwegen mit stummgeschalteten Ausgang).
Oder ist es vielleicht so, das man im Offline Modus Projekte bouncen kann, die den Rechner bei der Wiedergabe völlig überfordern und dauernd mit Overload stehenbleiben würden ? Dann würde es ja Sinn machen.

Ich hatte so etwas allerdings bislang noch nicht. Sehr umfangreiche Songs, welche bei mir grad noch so laufen und gelegentlich hängenbleiben, bouncen offline immer noch einen Tick schneller als Realtime.
ich hatte früher zu logic 6 zeiten auf dem G4 von steinberg "the grand". der hat in bester qualität dauernd geknackst, also wurde er auf geringer quali eingespielt und dann auf hoher rausgebounct, was ca. 1,5 mal so lang wie echtzeit dauerte... fand ich super, daß das ging.
heute mit dem 8core hab ich mit prozessorleistung keine probleme mehr. offine bounces dauern maximal halb so lang wie echtzeit.
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von fsb1 » 30 Jul 2009 - 16:11

Lolo hat geschrieben:
Saxer hat geschrieben:
barebone99 hat geschrieben:Pro Tools kann meines Wissens nach gar kein Offline Bouncing oder?
Hab's selbst noch nicht probiert aber das würde ja auch bedeuten dass man alles ausschliesslich in Echtzeit ausspielen kann.
Somit würde dann jeder Bounce, sei es auch nur eine Sprecherspur für ein Hörbuch 90 Minuten, exakt 90 Minuten dauern.
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das finde ich schon wichtig, das man mal schnell was rausbouncen kann...
Das hat leider auch den unschönen "Effekt", dass dank des fehlenden ADC in PTLE auch ein bouncen mit 1024 Samples echt nervt. Wenn in Logic dieser Mickey Maus Mixer nicht wäre und die super einfachen Audioaktionen (quasi dieses in track editing), dann würde ich PT schon lange wieder runtergeworfen haben ... sollen ... müssen ... wollen ... könnte

Und L9 kann ja dieses lecker bounce in place
Und mittlerweile auch Sessionimport!!!
Und jetzt auch warping......
Beste Grüße
Pete
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Djordji » 30 Jul 2009 - 16:14

"Mickey Maus Mixer" :lol:

Wie kommst du denn zu so einer Aussage?
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von fsb1 » 30 Jul 2009 - 17:58

:lol: wobei ich nicht die Funktionen meinte, die sind ok, ne, mir ist das alles zu lütt und die Farben finde ich zu sehr pastell (oder so ähnlich). Fette Kanalzüge, fette Farben, so wie in PT. In Live sieht ja nun so ganz anders aus, aber da komme ich besser mit zurecht, als mit dem Logic Mixer damals, selbst Cubase hat eine bessere Ansicht des Mixers.

Aber, das ist die Meinung eines einzelnen ;)
Beste Grüße
Pete
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Re: Bouncen und Prozessorkerne

Beitrag von Djordji » 30 Jul 2009 - 18:36

fsb1 hat geschrieben::lol: wobei ich nicht die Funktionen meinte, die sind ok, ne, mir ist das alles zu lütt und die Farben finde ich zu sehr pastell (oder so ähnlich). Fette Kanalzüge, fette Farben, so wie in PT. In Live sieht ja nun so ganz anders aus, aber da komme ich besser mit zurecht, als mit dem Logic Mixer damals, selbst Cubase hat eine bessere Ansicht des Mixers.

Aber, das ist die Meinung eines einzelnen ;)
Ne ich bin ganz deiner Meinung.
Für mich sind Farben auch tierisch wichtig. Ick brauch rosa. :lol:

Hmmm..wie bekommen wir wieder den Bogen zum Bouncen und Prozessorkernen.

Ahh ...ich weiß...Typisch Apple... bestes Betriebsystem der Welt aber Farben darf man nicht ändern sonst stürzt jeder 8 core ab beim Bouncen wegen dem Prozessorkern ab. :lol:
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