Plugin für Mix

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hanspeter
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Plugin für Mix

Beitrag von hanspeter »

Hat mir einer einen Tip ob es ein Tool im Logic (oder auch als Plugin) gibt durch das man am Ende einer Mehrspuraufnahme die einzelnen Spuren auf ihr Equalizing überprüfen kann anhand der jeweiligen aufgenommenen Instrumente? Also in der Art, dass z.B. der Bass nicht in der gleichen Frequenz liegt wie die Bassdrum usw.. So eine Art automatischer Fequenzanalizer.

Als nicht Toningenieur ist das immer der größte Brocken bei Abmischen der Aufnahme. Zu wissen bis wohin darf die Bassdrum gehen, von wo bis wo sollte der Bass gehen usw.. Irgendwann verliert man leider jede Objektivität über den Mix. Da würde so ein Tool eine große Hilfe sein, wenn es richtig arbeitet.
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MikeSilence
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von MikeSilence »

Der Logic-EQ hat einen Analyzer mit drin... per Knopfdruck anschaltbar.
http://www.silentbeat.de
http://www.mm-medienservice.de
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Stephan S
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von Stephan S »

Das fiese ist dass es Musikstile geben soll wo der gemeine Bass doch glatt mehrere Noten (Frequenzbereiche) spielt.
Da hilft der kostenlose SPAN manchmal bei der Orientierung da er die Noten mit anzeigt.
http://www.voxengo.com/product/span/
‹(•¿•)›
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hanspeter
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von hanspeter »

Den Analyzer nützt mir in dem Fall nichts, nicht mal das Match EQ. Mit dem Match EQ hab ich zwar einen interessanten Sound mit einem der Werkspresets herausgefunden, aber nur für den Gesamtsound. Es müsste ein Tool sein was man einmal nach Beendigung der Aufnahme durch alle Kanäle jagt, und das dann von sich aus, sagen wir mal aufräumt. Also die einzelnen Spuren Frequenztechnisch voneinander trennt damit am Schluss ein schöner, klarer Sound herauskommt.
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Helge Kautz
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von Helge Kautz »

hanspeter hat geschrieben:Den Analyzer nützt mir in dem Fall nichts, nicht mal das Match EQ. Mit dem Match EQ hab ich zwar einen interessanten Sound mit einem der Werkspresets herausgefunden, aber nur für den Gesamtsound. Es müsste ein Tool sein was man einmal nach Beendigung der Aufnahme durch alle Kanäle jagt, und das dann von sich aus, sagen wir mal aufräumt. Also die einzelnen Spuren Frequenztechnisch voneinander trennt damit am Schluss ein schöner, klarer Sound herauskommt.
Der schöne, klare Sound ist doch auch immer vom Instrument, vom Stil, von der Zielrichtung und, ja, dem Geschmack des Mischmenschen abhängig. Ich befürchte, auf so ein Plugin wirst du noch warten müssen, bis Computer Bewusstsein erlangen und telepathisch deinen Geschmack aus deinem Gehirn auslesen können. Dann aber, glaube ich, wird der klare Sound das kleinste deiner Probleme sein :-)

Im Ernst, so ein Plugin gibt's nicht.

Höllge
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filaferro
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von filaferro »

hanspeter hat geschrieben:Den Analyzer nützt mir in dem Fall nichts, nicht mal das Match EQ. Mit dem Match EQ hab ich zwar einen interessanten Sound mit einem der Werkspresets herausgefunden, aber nur für den Gesamtsound. Es müsste ein Tool sein was man einmal nach Beendigung der Aufnahme durch alle Kanäle jagt, und das dann von sich aus, sagen wir mal aufräumt. Also die einzelnen Spuren Frequenztechnisch voneinander trennt damit am Schluss ein schöner, klarer Sound herauskommt.
eine interessanter traum - damit würden sich viele jahrelanges mix-training sparen. aber das wird (hoffentlich) wohl ein traum bleiben.

damit ich hier aber noch was gscheites schreibe: hier mein ultimativer plug-in tip: E-A-R-S - das ist ein sehr einfach gebautes plug-in. hat nur zwei eingänge - einer für links der andere für rechts und eine schnittstelle für motorische erweiterungen genannt B-R-A-I-N. allest geschieht wie von gesisterhand. das gerät analysiert einige sekunden das audio signal und leitet dann die steuerbefehle weiter an die motorischen erweiterungen welche die frequenzkorrektur an jedem beliebigen software-eq vornehmen...
:hm_angel:
Mr.PC

Re: Plugin für Mix

Beitrag von Mr.PC »

Eigentlich immer wieder lustig, dass alle nach diesem "Scheisse rein - Schönheit raus" PlugIn suchen.

Tja, für Handwerk und Talent gibt es halt eben kein PlugIn.....ätsch! :hm_big_smile:


Abgesehen davon gibt es noch den http://www.tcelectronic.com/assimilator.asp :wink:
Djordji
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von Djordji »

hanspeter hat geschrieben:Hat mir einer einen Tip ob es ein Tool im Logic (oder auch als Plugin) gibt durch das man am Ende einer Mehrspuraufnahme die einzelnen Spuren auf ihr Equalizing überprüfen kann anhand der jeweiligen aufgenommenen Instrumente? Also in der Art, dass z.B. der Bass nicht in der gleichen Frequenz liegt wie die Bassdrum usw.. So eine Art automatischer Fequenzanalizer.

Als nicht Toningenieur ist das immer der größte Brocken bei Abmischen der Aufnahme. Zu wissen bis wohin darf die Bassdrum gehen, von wo bis wo sollte der Bass gehen usw.. Irgendwann verliert man leider jede Objektivität über den Mix. Da würde so ein Tool eine große Hilfe sein, wenn es richtig arbeitet.
ich find die Idee ganz geil ich würde auch gerne im Spectographen einen besseren Überblick haben wollen. So auf die Instrumente gesplittet.
Ich kenn keine software die so präziese wäre
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hugoderwolf
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von hugoderwolf »

filaferro hat geschrieben: damit ich hier aber noch was gscheites schreibe: hier mein ultimativer plug-in tip: E-A-R-S - das ist ein sehr einfach gebautes plug-in. hat nur zwei eingänge - einer für links der andere für rechts und eine schnittstelle für motorische erweiterungen genannt B-R-A-I-N. allest geschieht wie von gesisterhand. das gerät analysiert einige sekunden das audio signal und leitet dann die steuerbefehle weiter an die motorischen erweiterungen welche die frequenzkorrektur an jedem beliebigen software-eq vornehmen...
:hm_angel:
Jo, ist grundsätzlich ein ganz gescheites Produkt, arbeitet aber leider mit neuronalen Netzen und die muss man bekanntlich trainieren bevor sie was sinnvolles ausspucken. ;)

Ich bin mir übrigens sicher, dass es spätestens in 5-10 Jahren die ersten vollautomatischen Mixsysteme gibt, die einem nach ein paar Sekunden rattern erstmal 'nen brauchbaren Roughmix aufs Pult legen. Prinzipiell ist das nichtmal so extrem schwierig, der Werkzeugkasten der Signalverarbeitung ist dafür bereits jetzt gut genug gefüllt. Muss sich nur einer hinsetzen und einige Jahre dran arbeiten.
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Saxer
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von Saxer »

hugoderwolf hat geschrieben: Ich bin mir übrigens sicher, dass es spätestens in 5-10 Jahren die ersten vollautomatischen Mixsysteme gibt, die einem nach ein paar Sekunden rattern erstmal 'nen brauchbaren Roughmix aufs Pult legen. Prinzipiell ist das nichtmal so extrem schwierig, der Werkzeugkasten der Signalverarbeitung ist dafür bereits jetzt gut genug gefüllt. Muss sich nur einer hinsetzen und einige Jahre dran arbeiten.
das sind dann wahrscheinlich die gleichen systeme, die vor dem mix erst mal eine der momentanen gefühlslage entsprechende komposition erstellen, mit einem mitreißenden text versehen, arrangieren und nach dem generieren an die mixer-sektion übergeben. aber auf was soll der mix gelegt werden? auf ein pult? was ist das und wozu?
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hugoderwolf
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von hugoderwolf »

Saxer hat geschrieben: das sind dann wahrscheinlich die gleichen systeme, die vor dem mix erst mal eine der momentanen gefühlslage entsprechende komposition erstellen, mit einem mitreißenden text versehen, arrangieren und nach dem generieren an die mixer-sektion übergeben. aber auf was soll der mix gelegt werden? auf ein pult? was ist das und wozu?
Kein Anlass für Zynismus, das ist mein voller Ernst. Ich habe von brauchbaren Roughmixen geredet, nicht von kreativen Höchstleistungen. Halt das, was unsereins wenn er 'ne Schubkarre voll Spuren bekommt auch innerhalb von 5 Minuten hinschraubt.

Ich bin zwar kein Linguist, kann mir aber durchaus vorstellen, dass in nicht allzu ferner Zukunft durchaus auch Texte auf Bohlen-Niveau aus einem Computer kommen können. Begrenzter Wortschatz, Zwang zum Reimen, Sinnlosigkeit als Prinzip. Wie geschaffen für einen Algorithmus. ;)

Kreativität und Inspiration dürfte es dagegen so schnell nicht in digitaler Form geben.
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Saxer
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von Saxer »

ääähm, ich mag etwas übertrieben haben... aber ich hatte das gar nicht zynisch gemeint.
früher oder später ist guter geschmack sicher auch in algorithmen (bzw algo-rhythmen?) darstellbar. ich glaube, die computermusik der etwas ferneren zukunft wird daraus bestehen, mit gesten und worten den computer dazu zu bringen, neue stilrichtungen zu entwickeln und damit entsprechende musik zu generieren. das ist natürlich was für die spezialisten. für die einfachen user reicht es ja, sich innerhalb der gängigen stile berieseln zu lassen.
das halte ich für gar nicht so abwegig. das manuelle organisieren von tönen und klangverläufen auf einer einfachen timeline wird bestimmt eine beschäftigung von menschen des späten 20. und des frühen 21. jahrhunderts bleiben.
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Clemens Erwe
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von Clemens Erwe »

Ich bin mir übrigens sicher, dass es spätestens in 5-10 Jahren die ersten vollautomatischen Mixsysteme gibt, die einem nach ein paar Sekunden rattern erstmal 'nen brauchbaren Roughmix aufs Pult legen.
Prioritäten müssen aber trotzdem verteilt werden - Du musst dem System ja klar machen, das ist Vocal, das muss in den Vordergrund - etc.

Ich habe dieser Tage auch mal nachgedacht, was wohl eine Mix-Software der Zukunft ausmacht. Die witzigste Idee die mir kam, ist an die Ebenenverrechnungsmodi von Grafikprogrammen angelehnt. In der Musik wird ja alles addiert - wie wär's den mal mit "nur höhere Töne (Spektren)" etc.? Photoshop hat zig Ebenenverrechnungsmodi die man teilweise im übertragenen Sinne auch (wenn man Audiospuren als Ebenen sieht) auf Audiomaterial anwenden könnte - und wenns nur Experimentell ist...

Eine zweite Idee war die Bluescreen-technologie für Audio verfügbar zu machen - also eine Art Quellenabhängiges "Freistellen" in Abhängigkeit von Zeit und Ort (im Stereopanorama). Videosoftware kann das auch schon und für Programmierer ist Audio sowieso nur ein Video mit Spektren.

Ich kann mir schon vorstellen, dass dadurch interessante Hilfsmittel geschaffen werden - aber unabhängig davon muss immer jemand dahinter stehen, der ein Gefühl für Musik oder Klang hat und der entscheidet, was hinten rauskommen soll.

( Mir graut's davor, dass das Internet eines Tages mit Audiomaterial zugemüllt wird, das qualitativ dem entspricht, was Leute nach 5 Stunden Photoshop-Trial hochladen... )

Clemens
Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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hugoderwolf
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von hugoderwolf »

clemensvill hat geschrieben: Prioritäten müssen aber trotzdem verteilt werden - Du musst dem System ja klar machen, das ist Vocal, das muss in den Vordergrund - etc.
Das ist kein großes Problem. Es gibt bereits Algorithmen zur Klassifikation von Audiosignalen, anhand bestimmter Merkmale könnte man also ermitteln, um was für eine Art Signal es sich handelt und es dementsprechend behandeln (dazu braucht das System natürlich Hintergrundwissen, welche Signale wie zu behandeln sind).
clemensvill hat geschrieben: Eine zweite Idee war die Bluescreen-technologie für Audio verfügbar zu machen - also eine Art Quellenabhängiges "Freistellen" in Abhängigkeit von Zeit und Ort (im Stereopanorama). Videosoftware kann das auch schon und für Programmierer ist Audio sowieso nur ein Video mit Spektren.
Naja, bei Audio hat man schon grundsätzlich das Problem, dass ein Ort in Mehrkanal-Audio etwas völlig anderes ist, als in einem Bild. Das ist nicht so unmittelbar miteinander vergleichbar. Freistellen im Stereopanorama geht aber auch schon, beispielsweise durch Independent Component Analysis (zerlegt eine mehrkanalige Mischung in Einzelkomponenten, man bräuchte allerdings mindestens so viele Mikros/Kanäle wie Signale). Mir schwirrte auch schonmal sowas wie virtuelles Beamforming im Kopf rum, ich glaube da gibt es auch Veröffentlichungen zu: man baut eine virtuelle akustische Umgebung, in der zwei Lautsprecher räumlich platziert sind, und setzt dort ein virtuelles Mikrofonarray rein, deren Signale man in einen Beamformer (der rechnet die Mikrofonsignale so zusammen, dass eine bestimmte Richtwirkung entsteht) schickt. Naja, alles so Spielereien und Puzzleteile, die richtig zusammengesetzt sicher mal ein ganz fantastisches Ergebnis bringen können. Aber halt erst in einigen Jahren. ;)
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Clemens Erwe
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Re: Plugin für Mix

Beitrag von Clemens Erwe »

Das mit der Anzahl der Kanäle ist logisch, aber die haben wir in Logic ja alle verfügbar.

Mich würde es interessieren, wie ein Duckingprozessor, der quasi als Multibandkompressor, gesteuert über die Frequenzanalyse der Führungssignals, klingen würde.
Dass also eine "Schneise" für das (z.B.) Vocal-Spektum ins Frequenzspektrum der restlichen Spuren "geschlagen" wird.

Aber ich glaube, der Effekt wäre unnatürlich - weil die Einzelklänge zu stark verändert würden. Aber wer kennt schon den Geschmack der Hörer in 20 Jahren. Zum Autotune haben auch alle gesagt, es klingt unnatürlich...

Clemens
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