Preamp/DI

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Bruudinho
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Preamp/DI

Beitrag von Bruudinho » 21 Mai 2019 - 15:48

Ich plane die Anschaffung eine Preamps/DI, um hauptsächlich Gitarre, Bass, später vielleicht auch noch Gesang (derzeit mangels passendem Raum sund vernünftigem Mikro eher schwierig) auf einem besseren Level aufzunehmen als über die Preamps meines UFX.

Wie ich aus anderen Beiträgen schon rausgelesen habe, hilft es mit einem neutralen preamp anzufangen. Ich hatte mir nun zum einen den True Systems P Solo und zum anderen den ISA One rausgesucht. Den P Solo gibt es inzwischen in einer 2. Version, kennt die jemand schon?

Mich würde nun interessieren, wie ihr die Auswahl bewertet bzw. ob noch andere Alternativen gibt. Vom Budget her ist noch einiges an Spielraum vorhanden. Ich würde den aber lieber für bessere Instrumente einsetzen.

Auf der Liste standen auch mal Chandler Germanium und Warm Audio TB12. Die sind aber wohl eher färbend, denke ich.
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Stephan S
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Stephan S » 21 Mai 2019 - 21:34

Ich würde mich erst für einen Preamp entscheiden wenn ein ordentliches Mikrofon da ist. Bis dahin bist du ME besser mit einer aktiven DI Box beraten.
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Bruudinho
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Bruudinho » 21 Mai 2019 - 22:06

Stephan S hat geschrieben:
21 Mai 2019 - 21:34
Ich würde mich erst für einen Preamp entscheiden wenn ein ordentliches Mikrofon da ist. Bis dahin bist du ME besser mit einer aktiven DI Box beraten.
Ok, verstehe. Die Entscheidung an der Kompatibilität zwischen Mikro und Preamp festmachen ...
Aber wenn ich erst einen aktive DI-Box kaufe und dann noch mal einen Preamp habe ich sozusagen "doppelt" investiert.
Aktive DI ... außer Avalon U5, Summit TD-100 fällt mir spontan nicht so viel ein. Dann gibt es natürlich noch den ganzen Kram in Tretminengröße.
Was gewinne ich klanglich im Vergleich zu den Preamps des Interfaces?
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milchstrasse7
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Re: Preamp/DI

Beitrag von milchstrasse7 » 21 Mai 2019 - 22:43

Er meint wohl eher, daß man am Anfang der Kette mit Investieren anfangen sollte.

Erst ein gutes Mikro und dann über nen preamp nachdenken.

der beste Preamp nutzt Dir garnix wenn das Mikro nur Müll liefert.

Und da hat er einfach recht.
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Stephan S
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Stephan S » 21 Mai 2019 - 23:37

Ich meine tatsächlich eine ganz normale DI Box. Aber btw. was fehlt dir an den UFX Eingängen? Meistens geht es doch "nur" um Impedanzanpassungen. Wenn man hier ins Detail gehen will wöre es außerdem wichtig was für Pickups du am Start hast. Jedenfalls musst du aufpassen das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen.
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Peter Ostry » 22 Mai 2019 - 6:25

Wenn möglichst wenig Färbung und möglichst breite Pickup-Verträglichkeit verlangt wird, empfiehlt sich das MTI Intelligence Line Cable. Es besteht aus einem Neutrik Silent Plug, einem steifen Kabel und einem Neutrik XLR Stecker mit eingebautem Transformer. Mit diesem Kabel vom Instrument in einen Mikroeingang des UFX und gut ist. Es ist kein Klangmacher, im Unterschied zu den meisten DI-Boxen klingt es präzise und neutral. Für Gitarre und Bass gleichermaßen geeignet.

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Re: Preamp/DI

Beitrag von Bruudinho » 22 Mai 2019 - 8:02

Stephan S hat geschrieben:
21 Mai 2019 - 23:37
Ich meine tatsächlich eine ganz normale DI Box. Aber btw. was fehlt dir an den UFX Eingängen? Meistens geht es doch "nur" um Impedanzanpassungen. Wenn man hier ins Detail gehen will wöre es außerdem wichtig was für Pickups du am Start hast. Jedenfalls musst du aufpassen das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen.
Ok, verstehe. Ja, kann gut sein, dass ich manchmal Pferde von hinten aufzäumen möchte ;-) ...

Die UFX-Eingänge klingen grundsätzlich gut. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es klanglich aber bestimmt noch präziser geht. Vielleicht kann ich das aus Unerfahrenheit nicht richtig einschätzen bzw. ist der Aufwand für Verbesserung dann doch schon wieder viel größer.
Stephan S hat geschrieben:
21 Mai 2019 - 23:37
Meistens geht es doch "nur" um Impedanzanpassungen.
DIs haben typischerweise, glaube ich, 1 MOhm Eingangsimpedanz, manche aber auch bis 2 MOhm, manchmal auch variabel einstellbar.
Ich habe auch schon wahrgenommen, dass es Pickups gibt, die zu berücksichtigen wären. Kann mich aber nicht mehr recht erinnern.
Ich benutze nichts Außergewöhnliches an der Stelle d.h. passiv bzw. mit Preamp am Bass aktiv.
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Bruudinho » 22 Mai 2019 - 8:08

Peter Ostry hat geschrieben:
22 Mai 2019 - 6:25
Wenn möglichst wenig Färbung und möglichst breite Pickup-Verträglichkeit verlangt wird, empfiehlt sich das MTI Intelligence Line Cable. Es besteht aus einem Neutrik Silent Plug, einem steifen Kabel und einem Neutrik XLR Stecker mit eingebautem Transformer. Mit diesem Kabel vom Instrument in einen Mikroeingang des UFX und gut ist. Es ist kein Klangmacher, im Unterschied zu den meisten DI-Boxen klingt es präzise und neutral. Für Gitarre und Bass gleichermaßen geeignet.

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Danke, interessant, das kannte ich noch gar nicht. Lustig, dass die 6m Variante so viel günstiger ist, auch wenn es sich um B-Ware handelt.

Muss ich es grundsätzlich so verstehen, dass die DIs, die in hochwertigen Preamps eingebaut sind, nicht zwingend mehr Klangqualität/Auflösung/Griffigkeit bieten als die Eingänge eines hochwertiges Audio-Interface?
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Stephan S » 22 Mai 2019 - 10:11

Richtig. Kochen alle nur mit Wasser. Und Peters Empfehlung ist die beste, ich habe das Ding schon wieder vergessen obwohl ich es hier selber mal vorgestellt hatte...
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Axel » 22 Mai 2019 - 12:20

Ich hab einen Lehle Splitter für sowas. Der Lehle hat sich viele Gedanken über das Thema gemacht und bietet sehr ausgefeilte Lösungen an. Sehr solide Technik. Hab vorher ein Radial Teil getestet, Lehle war für mich überzeugender.
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Bruudinho » 23 Mai 2019 - 20:49

Ich habe heute das Kabel bekommen. Gleich ausprobiert. A/B-Vergleich ... oben rum luftiger und unten rum definierter ... m.E. ...
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Re: Preamp/DI

Beitrag von Peter Ostry » 24 Mai 2019 - 6:58

Ja, so ist das. Auch bei Bass.

Übrigens:
Nicht für andere Sachen als Instrumente verwenden, der Trafo kann kaputtgehen. Ich habe eines verliehen und es kam stumm zurück. MTI sagte, dass da jemand mit vielfach höherer Spannung als vorgesehen durchgegangen ist. Die Reparatur kostete knapp 100 Euro.
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