frage zu gängigen chimes

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reiztrigger
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frage zu gängigen chimes

Beitrag von reiztrigger » 12 Feb 2018 - 21:10

sind gängige einreihen-chimes (12 klangstäbe oder mehr) eigentlich temperiert gestimmt?
meint: kann man jeden klangstab sicher halbtönen zuordnen und auch einzeln anschlagen?
meist (eigentlich immer) werden die ja gestrichen und somit eher als soundeffekt benutzt.
ich interessiere mich aber grad für eine art "hängendes xylophon".
merci und prost
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Peter Ostry
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von Peter Ostry » 12 Feb 2018 - 22:22

Normalerweise ja, Halbtöne und temperiert. Es gibt welche mit relativ weiten Abständen, die kann man auch einzeln anschlagen. Klingt dann wie Glöckchen.

Die typischen Schwebungen der Bar Chimes ergeben sich durch das Aneinanderstoßen der Röhren, beim Glissando klingen je nach Abstand und Stärke des Darüberstreichens mehrere Töne gleichzeitig. Wind Chimes hängen enger und sind leichter, sie spielen nur durch Aneinanderstoßen, was der Wind besorgt.

Für Konzert- und Effekte gibt es auch welche mit Doppelreihen und auch Einfachreihen mit Dämpfer und welche, bei denen Gruppen mit größeren Intervallen nebeneinander angeordnet sind (Zackenmuster, von vorne gesehen). Exotische Stimmungen gibts auch, man kann sie auch selbst machen. Die Stimmschlüssel sind Metallsäge und Feile.



Für deine Dada Machines bist du vielleicht mit Crotales oder einem Glockenspiel besser dran. Zumindest wenn du kontrolliert spielen willst. Chimes wackeln immer irgendwie herum.
Audiogeräte sind heute so klein und voll von Technik, dass die Töne kaum noch Platz haben.
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reiztrigger
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von reiztrigger » 13 Feb 2018 - 8:16

ja, das wackeln dürfte tatsächlich ein problem sein. crotales wären genau das richtige, danke für den tipp!
allerdings leider sehr teuer... ein einfaches glockenspiel hab ich schon.
ich schau mich mal auf dem gebrauchtmarkt um. oder bleibe vorläufig bei den ikea-wassergläsern... :-)
grade noch gesehen:
https://www.thomann.de/gb/goldon_roehre ... l_195011_4
wär vielleicht auch was.
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von Peter Ostry » 13 Feb 2018 - 14:45

Das Aluröhren Metallophon klingt recht weich unten, aber laut Klangbeispiel sind die Höhen kaum zu gebrauchen, vermutlich wegen der Gummilager. Das Ganze schaut auch ein bisschen eng aus für deine Schlagmaschine und etwas kleines Rundes exakt zu treffen ist nicht so einfach.



Die Goldon Chimes mit dem Plastikkörper könnten für dich besser geeignet sein, die klingen voll und du kannst sie positionieren wie du willst: Goldon Resonators Model 11408 gehen von C2 bis C3 und mit den Goldon 11405 Bar Chimes half notes kannst du die Halbtöne dazu kaufen. Zusammen kosten sie 126 Euro. Die Resonator-Röhren müssten auch einfach zu dämpfen sein, wenn sie aufdringlich werden.

Offenbar dasselbe gibt es ein wenig billiger unter "Thomann Rainbow Chime Bars" (TRCB-8 & TRCB-5).
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von muki » 14 Feb 2018 - 2:21

wie waers mit der XA-20 Drum Machine
und dem "stubbylagerbottle" sampleset?

but see for yourself:
https://www.youtube.com/watch?v=EkaaIhRHqlk

der herr ist so wunderbar abgedreht... :-)
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von reiztrigger » 16 Feb 2018 - 21:19

@muki: cooler link. spassige sache!
@peter: merci für die tipps. ja, einzelne bar chimes habe ich auch schon überlegt.
vorteil: kann mir auch nur die (halb-)töne dazustellen, die ich für ein projekt grade brauche.
platzmässig sehr praktisch. zudem klingen sie angenehm "tief" und warm.
hängende dinger wären dada-mount-technisch zwar noch etwas praktischer als tabletop
(bräuchten weniger adapter-shizzle), aber es geht auch so.

lustig finde ich ja, dass dieses dada-zeug die aufmerksamkeit wieder mehr auf percussion lenkt.
morgen hole ich mir wohl nun erstmal endlich ein crash cymbal für die heimische experimentierecke.
wollte ich eh schon ewig mal… :-)
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von Peter Ostry » 17 Feb 2018 - 0:53

reiztrigger hat geschrieben:... einzelne bar chimes ... hängende dinger wären dada-mount-technisch zwar noch etwas praktischer als tabletop ...
Wenn die Plastik-Chimes unten eben und geschlossen sind, lassen sie sich vielleicht mit Velcro an ein Holzbrett heften. Das kann dann stehen oder liegen. Wenn sie dann nicht mehr gut klingen, findet sich sicher eine andere Art der Befestigung (z.B. kurze 3 mm Gewindestangen ans Gehäuse oder so). Brauchst eh irgend eine Fixierung, sonst hüpfen sie dir weg.
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von reiztrigger » 24 Feb 2018 - 9:06

danke nochmal für den tipp mit den goldon-teilen, peter.
sind hier angekommen. sie klingen gut, sind aber einiges grösser als angenommen... 8O
das nächste "dadaphon" ist jedenfalls schon in planung. nächste woche geht's weiter.
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Re: frage zu gängigen chimes

Beitrag von Peter Ostry » 24 Feb 2018 - 18:18

Huch ... dreimal so groß wie ich vermutete. Aber wir hätten ahnen können, dass die fülligen Klangbeispiele der Website nicht aus handlichen Röhrchen kommen :-)
Audiogeräte sind heute so klein und voll von Technik, dass die Töne kaum noch Platz haben.
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