Unterschiedliche DAW Pegel ?!

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alexander
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von alexander » 13 Nov 2018 - 20:25

also meine 2 cents: das erste was ich in einer neuen session mache ist immer erst mal panlaw compensated abzudrehen, das macht mich immer ganz nervös. ich kenne das für mich normale verhalten von pan reglern mit ihrer absenkung links und rechts aus der analogen domäne und es ist mir vertraut. wenn das jetzt plötzlich lauter wird (relativ zum für mich normalen verhalten) irritiert mich das total. auch, dass man dann die fader auf 0db stellt und bei einem stereokanal gleichmal im roten sein kann (wenn ich das jetzt richtig in erinnerung habe) passt für mich irgendwie nicht. dann lieber alles auf anschlag wenn der fader auf 0 ist und für den rest die ohren benutzen.

also meine empfehlung wäre, wie unschwer zu erraten ist, die finger von den "compensated" einstellungen zu lassen. das verwirrt nur.
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kmb
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von kmb » 13 Nov 2018 - 20:49

@hugo

Dein Statement ehrt dich.

Und natürlich ist meine Aussage unabhängig vom technischen Inhalt.
Dahingehend halte ich dich für äußerst kompetent.

@allgemein
Ganz ehrlich verstehe ich den Inhalt dieser Diskussion nicht so wirklich.
Wir haben heutzutage geile Wandler mit einem enormen Rauschabstand, große Bittiefen in den DAWs und zumindest im elektronischen Bereich Klangerzeuger, die fast nichts außer Nutzsignal rausschicken.
Insofern könnte man sich doch zurücklehnen und einfach mit souveränem Headroom auspegeln.
Stattdessen fährt man in einen Bereich wo man sich wundert, dass wieder Knackser auftreten.

Das mache ich lieber auf einem analogen Mischer :mrgreen:
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Geheimagent » 14 Nov 2018 - 2:32

kmb hat geschrieben:
13 Nov 2018 - 20:49
@hugo

Dein Statement ehrt dich.

Und natürlich ist meine Aussage unabhängig vom technischen Inhalt.
Dahingehend halte ich dich für äußerst kompetent.

@allgemein
Ganz ehrlich verstehe ich den Inhalt dieser Diskussion nicht so wirklich.
Wir haben heutzutage geile Wandler mit einem enormen Rauschabstand, große Bittiefen in den DAWs und zumindest im elektronischen Bereich Klangerzeuger, die fast nichts außer Nutzsignal rausschicken.
Insofern könnte man sich doch zurücklehnen und einfach mit souveränem Headroom auspegeln.
Stattdessen fährt man in einen Bereich wo man sich wundert, dass wieder Knackser auftreten.

Das mache ich lieber auf einem analogen Mischer :mrgreen:
Seit spätestens 24 bit sollte doch klar sein, dass man nicht mehr so hoch aufnehmen muss. Der Dynamikbereich ist viel höher, wird aber kaum genutzt. Wir denken, dass sollte jedem klar sein, doch in der Kernaussage "das Kollegen übersteuern" macht Pedda ja klar, dass es einen Bedarf für einen solchen Artikel gibt, dem nur die Unklarheiten beseitigt werden müssten.
Leider kommt hinzu dass im Internet es schnell zu Missverständnissen kommt. Man selber meint sich klar ausgedrückt zu haben, doch der andere versteht das anders. Das ist eine Sache die wohl jedem von uns betrifft, mich selbstverständlich eingeschlossen.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Geheimagent » 16 Nov 2018 - 6:38

analog010101 hat geschrieben:
12 Nov 2018 - 21:32
Ich denke mal er meint RMS Pegel, da sollte man ja als Mastering Studio doch mindestens 6db Freiraum haben. Als ich früher meinen Dienst hatte, war mit egal ob ich ein 0db Song bekomme, solange der Compressor oder Limiter nicht das ganze RMS bzw. die Durchschnittslautstärke auf maximum gedrückt hat, kann man "alles" mastern.
Das bei 0db -15db angezeigt werden ist aber wirklich reiner Zufall und liegt ebenso daran wie der Sound ausgesteuert ist.. RMS/ Spitzenpegel sind ja immer unterschiedlich.

:arrow: Zum Thema: Ich war leider etwas unvorsichtig, ich habe Logic so eingestellt das es mir Audio Files direkt "Flexed" damit es im Beat is, wenn ich Loops reinziehe. Das scheint sich so zu verhalten, das hierdurch der Pegel um ca. 3db gepushed wird..sobald ich Flex ausschalte ist eine File in Ableton wie in Logic bei -0.2db - Wenn sie mit -0.2 gerendert wurde, somit alles gut und Thema eigentlich nun geklärt :)

Aber vielleicht gut für einige zu wissen, das es bei Flex der Pegel verändert wird.
Ich habe das hier mal nachgeprüft. Insbesondere, wenn der falsche Flexmodus an ist, verändert sich der Pegel stark. Ein solcher trägt auch zu stärkeren Artefakten bei. Vielleicht ist es sinnvoll Loops als Apple Loops zu konservieren, um die auch in Ableton zu nutzen müssten die aber schon in aif sein.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Pedda » 16 Nov 2018 - 20:00

Hi !

Kein Problem. :-)
Ausgerechnet mir "altem Hasen" (an einer Neve VR-60 gelernt) muß so`n Mist passieren. (clap) Naja .... Alter schützt vor Torheit nicht.

Der Grundgedanke bzgl. der zu "heißen Pegel", gerade in Logic mit immensen Auswirkungen auf die Summe, macht bei vielen Usern Probleme.
Das ich ausgerechnet die graphische 0dB Position des Channel Faders hier mit dem 0dB Pegel der Anzeige verwechsele ist irgendwo zwischen "nicht aufgepasst"
und "sollte mal wieder zum Augenarzt" gehen geschuldet.

Nichts desto trotz reduziere ich seit Jahren die Channel Signale immer ganz gerne um dann später nicht "zu heiße" Pegel im System zu fahren. Das mache ich aber wirklich lieber mit den "Gain Channel" Funktionen in Logic, denn die Pegel nur mit den Fadern zurück zu nehmen, verkürzt mir die ohnehin geringe "Laufstrecke" der immernoch sehr kurzen Faderwege in Logic, was dann beim Mischen eher zu suboptimalen Regelfunktionen führt.

Bei den heutigen Wandlern sind etwas zurückgenommene Pegel sowas von zu vernachlässigen, wenn man dabei einen besseren Workflow im System dafür erhält.

Gruß/Pedda :-)

PS: Ich nehme da nichts krumm .... Fakten sind Fakten und wenn ich mal `nen "Knopf im Hirn" habe, dann ist das so. Auch alte Hasen können nach langen Jahren immernoch über die eigenen Füße fallen.

PSPS: Ja, ich meinte bei den 6dB die "verbleibende" Dynamik im Signal. Wenn im Vorfeld zu stark komprimiert oder limitiert wird, dann höre ich die Mastering Engineers fluchen. Totkomprimiert ist schnell ! Ich gebe zum Mastering lieber eine im Summenchannel unbearbeitete Version und eine Version, wie ich mir den Sound so vorstelle ab.
Dann kann der Mastering-Engineer eher hören, was so mein Gedankengang ist und wo`s klanglich zum Schluß hin soll.
(Studio Hardware & Software: http://www.cms-sounddesign.de/studio.html)
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Geheimagent » 17 Nov 2018 - 8:03

Es gibt ja einen gravierenden Unterschied bei Digital und Analog, dass auf Digitaler Ebene 0dB der absolute maximum ist, und Du da ins Clipping fährst. Beim Analogen fährt man da zunächst erst mal in einer leichten Verzerrung, bevor das Signal dann völlig daneben klingt ist da noch Headroom. Man kann deswegen die 0dB nicht wirklich miteinander vergleichen. Einige schwören ja dann analog zu summieren s.o. . Mir wird dann auch klar, warum auf digitaler Ebene Kollegen übersteuern, weil sie eben "analog denken" aber digital mischen.
Das Wissen um irgendwelche Fachbegriffe, macht einen auch nicht zu einem guten Tontechniker, und umgekehrt. Wenn man unter Analoger Technik gelernt hat können auch Fachbegriffe zu der Zeit nicht dagewesen sein. zB. wer hat damals sich mit "Summierung" auseinandergesetzt? Niemand, weil das sowieso über das analoge Pult passierte.
Wenn Du den Grundgedanken Deines Artikels verständlich machst und Begriffe anpasst, dann ist der Artikel sicher hilfreich.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von bmc desgin » 07 Feb 2019 - 23:01

Hallo Analog21,


mich würde interessieren, mit welchen Versionen Du jeweils unterwegs bist... - also welche Live-Version und welche Logic Pro X Version...
eventuell ergibt sich hieraus ja ein bekanntest Problem (Truepeak etc.) - danach kann man dan weiter sehen, in wie weit evtl. die Settings nicht Stimmen bzw. auch die voreingestellten Mess-Parameter, die man ja einstellen kann...




Cheers
(hallo
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