44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

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Geheimagent
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von Geheimagent »

Rolle hat geschrieben: 10 Apr 2018 - 16:12 ...wenn man davon ausgeht, dass Menschen bis 20khz hören können
Wenn überhaupt die meisten noch soweit hören können, und dann was immer wieder angemerkt wird, es wird so qualitativ hoch aufgenommen, um dann hinterher als MP3 zu enden. Das ist doch eigentlich ziemlich widersprüchlich. Genauso wie mit 32bit aufgenommen wird, um dann hinterher am Loudnesswar teilzunehmen.
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Rolle
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von Rolle »

hat aber nix mit den Spezifikationen zu tun oder der Wahl mit 44.1 oder 48khz Samplerate aufzunehmen.

Und eine MP3 oder AAC überträgt das ganze ja auch noch. Vor allem, bei den heutigen Datenraten.

Zudem gilt: je besser das Ausgangsmaterial, desto besser die komprimierte Version.
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von Geheimagent »

Betrachtet man die Audiodateien wissenschaftlich, hast Du vollkommen recht. Zwischen verlustbehafteten kompremierten und Original finde ich den Unterschied extrem, zw. 44,1kHz und 48kHz bisher verschwindend gering bis gar nicht.
Ich habe absichtlich verlustbehafteten davor gesetzt, da es auch andere Formate gibt, die nicht Verlustbehaftet sind, z.B. Flac. Es wird ja auch von einigen Sample-Anbietern verwendet. Soweit ich das überschaue sind die meisten Samplelibs auch in 44,1/24. Ableton Live nutzt ja sogar das oggformat, was ich erstaunlich finde.
Anderseits treiben auch einige Studios riesen Aufwand mit 96kHz, und wenn ich das Ergebnis höre, dann denke ich hey das hätte ich mit 44,1kHz besser hinbekommen, weil ich auf ganz andere Dinge geachtet hätte.
Damit möchte ich nicht sagen man soll in jedem Fall auf 44,1kHz aufnehmen, oder höhere Werte wären Blödsinn.
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hugoderwolf
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von hugoderwolf »

Rolle hat geschrieben: 22 Apr 2018 - 15:12 Zudem gilt: je besser das Ausgangsmaterial, desto besser die komprimierte Version.
Ich füge hinzu: je besser das Endprodukt, desto weniger hat man sich bei der Arbeit wahrscheinlich den Kopf darüber zerbrochen, ob man jetzt in 44,1 kHz oder doch lieber in 48 kHz aufnehmen sollte. :mrgreen:
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Rolle
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von Rolle »

auch das ist richtig, Hugo :-)

nimmt man den Job ernst, dann macht man das alles eh automatisch.
Wird für die CD produziert: 44.1
Wird für TV, Kino, etc produziert: 48

Wenn man zuviel Geld für Festplatten hat, weil man den Top Mega million seller einer der vielen, stinkereichen major labels aufnimmt, dann kann man 88,2 oder 96khz nehmen.
Nimmt man Helene Fischer auf, sogar 192.

Ansonsten zum Thema MP3 und PCM: da wo Musik am schwierigsten aufzunehmen ist und wo im Mix aufgrund völlig bescheuerter Abhörsituation und/oder Geschmacks die gröbsten und übelsten Fehler begangen werden, da überträgt eine MP3 alles genau so wie es sein soll.
Ich kann mir problemlos einen guten Mix/Master als MP3 anhören.
es ist ein einfach ist das
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von Geheimagent »

Rolle hat geschrieben: 23 Apr 2018 - 0:58 auch das ist richtig, Hugo :-)

nimmt man den Job ernst, dann macht man das alles eh automatisch.
Wird für die CD produziert: 44.1
Wird für TV, Kino, etc produziert: 48

Wenn man zuviel Geld für Festplatten hat, weil man den Top Mega million seller einer der vielen, stinkereichen major labels aufnimmt, dann kann man 88,2 oder 96khz nehmen.
Nimmt man Helene Fischer auf, sogar 192.
Genauso sehe ich das auch.
Rolle hat geschrieben: 23 Apr 2018 - 0:58 Ansonsten zum Thema MP3 und PCM: da wo Musik am schwierigsten aufzunehmen ist und wo im Mix aufgrund völlig bescheuerter Abhörsituation und/oder Geschmacks die gröbsten und übelsten Fehler begangen werden, da überträgt eine MP3 alles genau so wie es sein soll.
Ich kann mir problemlos einen guten Mix/Master als MP3 anhören.
Ich habe kein Problem mir MP3 anzuhören, nur im Vergleich zu einer Wave-Datei höre ich da einen deutlichen Unterschied.
hugoderwolf hat geschrieben: 22 Apr 2018 - 19:17
Rolle hat geschrieben: 22 Apr 2018 - 15:12 Zudem gilt: je besser das Ausgangsmaterial, desto besser die komprimierte Version.
Ich füge hinzu: je besser das Endprodukt, desto weniger hat man sich bei der Arbeit wahrscheinlich den Kopf darüber zerbrochen, ob man jetzt in 44,1 kHz oder doch lieber in 48 kHz aufnehmen sollte. :mrgreen:
Dann hat man in jedem Fall nicht aus Prestige irgendeine höhere Samplerate gewählt. (siehe meinen letzten Beitrag)
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von hugoderwolf »

Geheimagent hat geschrieben: 23 Apr 2018 - 4:47 Ich habe kein Problem mir MP3 anzuhören, nur im Vergleich zu einer Wave-Datei höre ich da einen deutlichen Unterschied.
Probier es mal mit einer sinnvollen Bitrate. Bzw. anders ausgedrückt: die Aussage "deutlicher Unterschied" ist ohne Angabe der Bitrate völlig wertlos. Wenn man in den allgemeinen Kanon einstimmen will, gibt man sich mit 128kbit zufrieden und erfreut sich daran, dass man zum erlauchten Kreis derer gehört, die den Unterschied hören. Wenn man ehrlich zu sich selbst sein möchte, probiert man es blind mit 320kbit.

Der Profi hingegen lässt auch mal Fünfe gerade sein und wendet sich zum Feierabend lieber einem schönen eiskalten Bier zu. :mrgreen:
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von Geheimagent »

Dann stellt sich aber auch die Frage nach wie viel Bier hört man den Unterschied nicht mehr. :mrgreen:

Unabhängig davon wären wir auch dann wieder an dem Punkt wie bei 44,1 und 48kHz. Hört man den Unterschied zw. 320bitMp3 und CD nicht, wie will man dann den Unterschied zwischen 44,1 und 48kHz hören. Wir würden uns mit dieser Diskussion im Kreise drehen, da das eh alles sehr vage (Lautsprecher, Kopfhörer, digitale Wandler, Verstärker...) ist. Zum einen diskutieren wir hier über messbare Werte, die nicht in Abhängigkeit zu unserem Hörvermögen steht, zum anderen haben wir ein unterschiedliches Hörvermögen, dass sich zum einen aus dem messbaren Hörfähigkeit und dem musikalischen Hören zusammensetzt. Wobei dies keine persönliche Wertung sein soll. Eine absolute Aussage zwecks dessen ist gar nicht möglich.
Rolle hat das ganze ansonsten gut auf einen Punkt gebracht.
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von metalfish »

Vielleicht noch eins: rein theoretisch ist bei 48KHz die obere Grenzfrequenz höher, nämlich nach Shannon/Nyquist etwa 24kHz statt 22kHz.
Ich habe das nicht exzessiv mit Blindtest geprüft, aber bei einem Kurzvergleich keinen Unterschied gehört. Und falls es dann doch auf CD soll, hat man halt wieder eine SR-Konvertierung dazwischen...
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Man kann einen Barbier als einen definieren, der all jene und nur jene rasiert, die sich nicht selbst rasieren.
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Re: 44.100 vs 48.000 kHz & -10 dBV vs. +4 dBu (grundlegende digital basierte Musikproduktions-Fragen)

Beitrag von JP_ »

metalfish hat geschrieben: 26 Apr 2018 - 10:08 Und falls es dann doch auf CD soll, hat man halt wieder eine SR-Konvertierung dazwischen...
Und auch jeder DA-Wandler (den man ja immer zwingend zum Gegenhören braucht) macht in den allermeisten Fällen solche Konvertierungen intern.
Man weiß also als Anwender eiegntlich gar nicht, WAS genau man da eigentlich hört (vor allem nicht, wenn man das Ursprungsfile und dessen Bearbeitungen nicht kennt) und das macht eine korrekte Bewertung sehr schwer und schlußendlich Foren-Diskussionen über die "bessere Samplerate" eigentlich total überflüssig...
Die einzig legitime Aussage, die man treffen kann wäre: "xxxkHz gefällt mir in meinem Setup/Studio besser als xyz". Das wars aber auch schon. Bei mir und jedem anderen stellt sich diese Erkenntnis vlt nämlich schon wieder ganz anders dar.

Und ich habe bislang noch nicht mal von irgendwelchen Bearbeitungen während des Produktionsprozesses gesprochen: nahezu alle PlugIns da draußen betreiben auch munter ihr eigenes Up- und downsampling. Wir können oft nur bestimmen was rein und raus geht. Auf alles was dazwischen passiert haben wir oft gar keinen Einfluss. Wer sich das mal wirklich durch den Kopf gehen lässt, wird schnell zu der Erkenntnis kommen, daß Diskussionen über die "beste Samplerate" eigentlich kompleter Unfug sind. Einfach weil es gar nicht DIE eine Samplerate gibt im Produktions- oder Abhör-Prozess. So what we are talking about, eigentlich...? Bestimmt nicht über die Fähigkeit des menschlichen Hörens bestimmter hoher Frequenzen...
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