Apple M1 Chip

Fragen zu Mac OS X, OS 9 oder früher, Software / Hardware

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root_himself
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von root_himself »

hugoderwolf hat geschrieben: 13 Nov 2020 - 13:09 In der Tat, aber das ist beim M1 eh kein Problem, weil darauf kein Docker läuft. Damit wäre die schlimmste Ressourcenfresserei schonmal außen vor. (troll)
Geh mir weg mit diesem ganzen agil-elastischen Hipsterzirkus...(troll). Dieser Markt ist wie Covid...
hugoderwolf hat geschrieben: 13 Nov 2020 - 13:09 Also ja: es gibt Usecases mit heftigen Anforderungen, aber ich glaube bei Weitem nicht so viele wie es gerade Leute gibt, die "16GB geht gar nicht!" schreien.
Das Grundkonzept von Memory ist ja nun eigentlich schon immer: wenn es voll ist, ist es gutes Memory, wenn es frei ist, ist es schlechtes Memory. Alles spielt sich darin ab. Das VMM wird sich hinsichtlich "wird gerade nicht gebraucht" zwar leider häufiger als gewollt "irren" und den Kram wegschieben nur um ihn Sekunden später wieder hervorzukramen...mit all den damit verbundenen Latenzen. so what, wir können all das nur auf eineinhalb Wegen verhindern: mehr Memory - oder dem VMM verbieten so zu tun als wüsste er's besser als der Anwender... (troll).

Es kommt ja nun auch nicht nur auf die Menge an. Entscheidend ist logischerweise auch, wie lange du die Menge brauchst (so aus OS und Programmlogik gesehen). Die Memory Hogs werden ganz sicher nicht weniger werden. Schlechte und ineffiziente Software ist schnell produziert oder findet als Codeschnippsel per Copy&Paste pattern den Weg in irgendein Produkt. Ist so'n bisschen wie in Retortenmusik oder geklaute Riffs...besonders schlimm: geklaute Riffs aus Retortenmusik....

Schnell rein, schnell raus, deine CPUs möchten so wenig wie möglich auf Nachschub warten müssen. Auch wenn das Swappen oder gar "Memorykompression" im Zeitalter von halbwegs brauchbarem Durchsatz und Zugriffszeiten (gegenüber Spindelplatten) und wahnwitzig schnellen Rechenwerken vielleicht kein Todesurteil mehr ist, es bleibt dennoch ein "10 x" oder gar "100k x" Kompromiss (abhängig davon ob man Durchsatz oder Zugriff vergleicht und welche Generationen man dafür annimmt)

In meinem MPs und MBPs ist mir beim Kauf egal gewesen wieviel Memory und Platte da drin steckt. Ich wusste, ich kann da ran. Zumindest solange die Schnittstellen nicht vom Markt sind. Da die 16GB AFAIR zudem mit der GPU shared sind, sind die auch nicht real da. Spekulation: zwischen 0.5 und 2 oder gar 4GB dürften da, je nach Usecase, bestimmt flöten gehen. Insofern hat sich, wenn man Moore’s law darauf irgendwie anwenden will, auf jeden Fall das Unwohlsein bei einer solchen Investition gesteigert...nicht nur weil innerhalb kurzer Zeit das Neue das Alte ist sondern auch, weil das Neue alsbald den Anforderungen meiner Software nicht mehr entspricht.

Bezüglich genereller lautstarker unreflektierter Mangelbekundungen sind wir jedenfalls einer Meinung...wir surfen heute auch nicht schneller nur weil wir dickere Leitungen zu Hause haben...aber die Pornos sind schon cooler als früher...letztlich landen auch die in einem vorher alloziierten memory puffer, möglicherweise sogar direkt neben deinem Sample...das wirft die Fragen auf...aber ich schweife ab....:mrgreen:
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Stephan S
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Stephan S »

Metric Halo Interfaces und Software laufen alle nativ auf M1 und /oder Big Sur. Immer wieder mindblowing...
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Heiner
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Heiner »

Solange es keine Erfahrungsberichte von Endnutzern gibt (ab Mitte nächster Woche), lässt man sich von Aussagen anderer Hersteller beeindrucken, die bereits auf M1 portiert haben. Nochmal Resolve, eine Aussage in ihrem Forum:

The unified memory architecture on M1 enables DaVinci Resolve 17.1 to leverage the power of CPU and GPU processing more effectively, avoiding the need for PCI Express transfers. Significantly, the combination of M1, Metal processing and DaVinci Resolve 17.1 offers up to 5 times better performance when compared to previous generation computers.

So beeindruckend ich das alles finde, werde ich auch in absehbarer Zeit keinen Mac kaufen. Es ist nicht so, als würde bisherige Hardware nicht mehr funktionieren.
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alexander
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von alexander »

nein, aber sobald es einen neuen mac mini mit 32GB+ gibt bin ich schon seeehr stark am überlegen. oder
es weist mir jemand schlüssig nach, dass ich auch die libraries, die ich nun in 32GB verwende, mit den
16GB genauso gut einsetzen kann (weil unified memory oder warum auch immer).
Mac Mini 3,2GHz i7/32GB/10.15, Logic Pro X, RD-150, AN1x, RME Fireface 802, Apogee AD-16X, Sebatron VMP4000, Millennia HV-3D/8, Focusrite ISA One, Yamaha NS-10m, Genelec 1031a, JBL-5.1-Abhöre, Charter Oak SA538B, TLM103, C414
BaBa
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von BaBa »

Das sehe ich ähnlich.

Das RAM Management ist durch Software geregelt. Zumindest nahm man Progrämmchen, um RAM frei zu schaufeln,
wenn ein begrenztes Volumen vorhanden und der SWAP voll war.

Teste just das unfertige Big Sur ( über 12 Gig) - mal schaun, was das ohne M1 macht.
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von BaBa »

Das - https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/ ... 35838.html - könnte auch fertig sein.

mal schaun.
SG2
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von SG2 »

Heiner hat geschrieben: 13 Nov 2020 - 18:49 Solange es keine Erfahrungsberichte von Endnutzern gibt (ab Mitte nächster Woche), [...]
Ich bin auch dafür, ihr legt mal alle zusammen und ich hole mir nen Mac mini um euch allen zu berichten :mrgreen:
root_himself
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von root_himself »

alexander hat geschrieben: 13 Nov 2020 - 21:28 oder es weist mir jemand schlüssig nach, dass ich auch die libraries, die ich nun in 32GB verwende, mit den
16GB genauso gut einsetzen kann (weil unified memory oder warum auch immer).
Unified memory ist Performancegewinn durch Einsparen von teuren Wegen nicht Reduktion der benötigten Menge. Reduktion kann sich natürlich zufällig ergeben, weil Dinge schneller fertig werden. Zitierte ja Heiner bereits. Es sei denn, Apple benutzt den gemeinhin genutzten Begriff anders als üblich oder ich erliege einem fundamentalen Denkfehler.
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Häschen
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Häschen »

Noch mal zu RAM vs. Disk Streaming von Sample Libraries

Kontakt
(..) If you have a fast solid-state drive, you can often get away with setting the buffer as low as 6KB with no problems or streaming issues. (..)

How to optimise Kontakt's Disk Streaming Performance

Logic Sampler
Sampler memory management
Multigigabyte sample libraries are commonplace today, delivering incredibly detailed and accurate instrument sounds.
In many cases, these sample libraries are too large to fit into your computer random-access memory (RAM).
To use these huge sampler instruments, Sampler can use a portion of your hard drive as virtual memory.
When you turn on Sampler virtual memory, only the initial attacks of audio samples are loaded into the computer RAM;
the rest of the sample is streamed in real-time from the hard drive.

See Sampler preferences.
Logic Pro automatically addresses all available system memory.
The amount of RAM available for use by Sampler is determined by several factors, including:
The amount of physical RAM installed in your computer.
How much RAM other open applications and the operating system are using.
How much RAM Logic Pro is using. This varies in accordance with the number and size of audio files in the project, and other plug-ins used. Sample playback instrument plug-ins not made by Apple can significantly affect the amount of RAM that Logic Pro uses.

https://support.apple.com/guide/logicpr ... a7eea2/mac
Omnisphere
(..)The Sample Memory Menu allows you to manually limit the amount of virtual memory Omnisphere can use for Sample Memory. (..)
https://support.spectrasonics.net/manua ... mory-index

(..) The first column contains controls for the streaming function in Omnisphere. Streaming permits samples to reside largely on disk. In this way you can use large samples with a relatively small amount of memory. (..)
(..) STREAM BRAKE (..) Turning it down to zero may cause glitches in other operations due to the streaming monopolizing the CPU. (..)
https://support.spectrasonics.net/manua ... ming-index
Also man kann davon ausgehen, dass sich Logics Sampler effizient verhält.
Disk Streaming von SSD läuft mit Kontakt laut Spitfire wohl problemlos.
Omnisphere bietet RAM Limit und Stream Einstellungen, die wohl ähnlich laufen, wie bei Kontakt.

Vorteil vom Streaming sind geringere Ladezeiten.
Nachteil, zumindest soweit ich das Blicke, wenn die CPU belastet ist, kann es zu Unterbrechungen des Streams kommen.

Da der M1 gut CPU Power hat, muss man sich da wohl weniger Sorgen machen.

Ich habs mal mit Kontakt in Logic ausprobiert, das Galaxy Piano gestreamt und die Spitfire Empfehlung von 6KB eingestellt.
Es werden nur ca. 20 anstatt 200 MB in den RAM geladen und ich hatte nur einmal eine Streaming Unterbrechung ansonsten lief's gut.
Die Disk von der ich die Samples streame liefert rund 323 MB/s Lesegeschwindigkeit.
BaBa
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von BaBa »

Vielen Dank.

Das sagt Einiges aus.
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Saxer
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Saxer »

Es gibt praktisch keine ernst zu nehmende Sample-Engine, die nicht streamt. Reine Sound-Design-Sampler lasse ich mal außen vor (wie Iris oder TAL Sampler etc).
VSL Instrument (Pro) & Synchron Player, UVI, Falcon, Engine, OT Sine, Spitfire Player, IK Sample Tank, Omnisphere/Keyscape/Trilian, Logics Ex-EXS und Kontakt sowieso... die streamen schon seit Jahren friedlich nebeneinander her, gleichzeitig mit Video. Je schneller die SSD-Verbindung, desto mehr Stimmen schaffen die Sampler. Je kleiner der Buffer, desto weniger RAM nötig, aber dann auch wieder weniger Stimmen, gleichzeitig geht die CPU-Belastung rauf, zumindest gibt es öfter mal Spikes. Daten Umverteilen kostet auch Rechenzeit. Nicht viel, aber bei kleinem Buffer werden die nötigen Zeitfenster kleiner.
Bei Sample-Libraries geht es also weniger um "wieviel passt rein" sondern um "wie schnell habe ich die Daten zur Verfügung". Die Datenmengen beim Sampling braucht man ja niemals alle gleichzeitig, es geht in der Praxis um schnellen Zugriff auf eine große Auswahl.
So wie ich es verstanden habe, sitzt der RAM der M1 jetzt direkt mit auf den Chips, hat also praktisch Cache Geschwindigkeit (was immer das heißt). Alles theoretische Überlegungen. Aber ich denke, die Erfahrungen, wieviel Samples in wieviel RAM passen, werden sich ändern. Bei den iOS Geräten geht's in der Praxis auch nur noch um den Langzeit-Speicher. Die Aufteilung Platte-RAM wird oldschool.
Sammeln Sie Playback-Punkte?
BaBa
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von BaBa »

Durch das Heranrücken des RAM an die CPU verringert sich die Latenz.
Die Schwierigkeiten mit 'langen' Leiterbahnen und damit verbundenen eventuellen Verlusten,
verringern sich gegen Null.

PS: Ist diese Art Architektur die Zukunft?
Brasstalavista
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Brasstalavista »

...kam eben per Newsletter: https://www.spectrasonics.net/news/news ... php?id=122

Wenn ich mich recht erinnere, hat es damals bei der Umstellung auf Intel ewig gedauert, bis Spectrasonics soweit war.

Grüße!
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Häschen
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Häschen »

BaBa hat geschrieben: 14 Nov 2020 - 11:03 (..)

PS: Ist diese Art Architektur die Zukunft?
Ja, klar. Wenn die Werte stimmen, hat man deutlich höhere Geschwindigkeit bei höherer Effizienz, ohne höhere Produktionskosten.
Zumindest gibt Apple die Entwicklungskosten nicht an die Kunden weiter. Ist sicher auch Verkaufsstrategie.
Reserven haben sie genug und der schnelle Wechsel im Zeitfenster spült mehr Geld, als 'ne zusätzliche Preisbremse.
Obwohl die Entwicklungskosten größtenteils sicher schon vom schicken iPhone gedeckt sind.

Soweit ich das sehe, werden nur noch im "speziellen" Pro Bereich mehr als 16 GB RAM relevant bleiben.
Videos werden nicht in den RAM geladen und Samples müssen es auch nicht. Der Bereich Musik ist zwar zeitkritischer beim Disk Streamen,
aber SSD Geschwindigkeit kompensiert das scheinbar locker.

Und was der 16 Core neural Engine alles erledigt, um die CPU zu entlasten wissen wir noch nicht ganz.
Da er aber für's Sortieren von große Datenmengen ausgelegt ist und Sample Libraries diesbezüglich keine Herausforderung darstellen,
kann ich mir vorstellen, dass er die CPU beim Zugriff auf SSD Daten kräftig unterstützen kann.

Über Thunderbolt 3 können bis zu 5000 MB/s gestreamt werden. Bei meinem simplen Test standen mir nur 328 MB/s zur Verfügung und das hat schon gut geklappt.
Das Beispiel 2880 MB/s im RAID0 mit OWC 4M2 Festplatten Gehäuse kostet bei 8TB:

ca. 300€ fürs Gehäuse + (4x NVME M.2 2TB SSD á ca. 250€) = ca. € 1300

Platz und Geschwindigkeit würden zumindest mir komplett reichen. Würde ich umsteigen/ einsteigen wären es dann:

1230€ für den Mac Mini | 8 Core 3.2 GHz M1 | 16 GB RAM | 512 MB SSD
1300€ für 8TB NVME M.2
1000€ für TB3 Kabel, Adapter, Mouse, Tastatur, TB Monitor
200€ für 10TB HDD USB 3.0 Backupplatte.

ca. 3800€ brutto = ca. 3100 netto für 'ne lüfterlose Komplettlösung.


Mir hat's zwar Spaß gemacht 16GB Mac Book Pröchen zu mobben, aber das ändert sich wohl leider in der Zukunft. :lol:

Würde ich den Umstieg machen?
Von den Werten her - JA - , aber mit 'nem alten Mac Pro ist man immer noch gut und günstiger am Start, wenn RAM kritisch ist.
Der M1 samt Architektur bindet noch stärker an Apple und die können nach belieben zensieren, und geht was kaputt muss man gleich zum Doktor.
Es wird ein weiters Stück Freiheit aufgegeben. Nach checken einiger DAWs muss ich Logic aber Stabilität und Aufgeräumtheit gerade im Mischer bescheinigen.
Mal schauen .. ich hab ja noch Zeit.
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Stephan S
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Stephan S »

...und man muss den Faktor Stromverbrauch außer Acht lassen, was ich bisher getan habe. Es sieht so aus dass würde der MP schon im Ruhezustand mehr ziehen als der M1 Mini bei normaler Last...
‹(•¿•)›
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