Apple M1 Chip

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Heiner
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Apple M1 Chip

Beitrag von Heiner »

MacBook Air, Mac mini, 13" MacBook Pro. Ab nächste Woche. $100 günstiger als Vorgängermodell.

Wenn das Ding wirklich so schnell ist wie gerade gezeigt (komplett ohne Lüfter), dann dürften die Verkäufe ja durch die Decke gehen.
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MarkDVC
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von MarkDVC »

Also, bevor jemand anders es schreibt - sind maximal 16 GB RAM nicht ein wenig "ARM"...? ;-)

Gruß

Mark
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SG2
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von SG2 »

Das wundert mich allerdings auch stark.
Bei 32 oder 64 hätte ich direkt den neuen Mini vorbestellt... Aber so?! Was soll das denn?
Heiner
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Heiner »

Oha,

Vielleicht hängt es damit zusammen, wie RAM in der neuen Architektur genutzt wird. In der Präsentation wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass alle Systemkomponenten erstmals gleichzeitig auf denselben Speicher zugreifen können, anstatt dass Speicherinhalte übersetzt und für verschiedene Komponenten separat vorgehalten werden müssen. Das würde einen geringeren Bedarf erklären.
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Midolf
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Midolf »

Mal abwarten ob und wann 3rd Party zu 100% unterstützt wird. Ich finde das Konzept (alles auf einem Chip) grundsätzlich genial, trotzdem mal abwarten und weiterhin am MacTusalem Musik machen.

Das mit denn 16GB möchte ich nicht wirklich glauben (wollen) obwohl ich das auch so gehört habe.
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MarkDVC
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von MarkDVC »

Nun, Shared Memory ist an sich keine neue Erfindung, würde prinzipiell eher bedeuten dass noch weniger RAM für einzelne Aufgaben zur Verfügung steht. Es wäre in der Tat spannend, wenn nicht sogar revolutionär, wenn z. B. Logic Projekte mit viele grosse Sample Presets wie von Spitfire, VSL und allerlei andere riesige Kontakt basierte Sachen plötzlich mit so wenig RAM zu recht kommen (stellt sich dann die Frage: wer bräuchte dann ein Mac Pro mit bis 1.5 TB RAM?)

Zugegeben, ein Mac Book Air ist nicht unbedingt die Art von Rechner womit sowas gemacht wird, aber ein Mac Book Pro oder Mac Mini (welches bis jetzt mit 64 GB RAM bestückt werden konnte) sollte schon anspruchsvollere Sachen handeln können.

Gruß

Mark
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von MarkDVC »

Midolf hat geschrieben: 10 Nov 2020 - 21:13
Das mit denn 16GB möchte ich nicht wirklich glauben (wollen) obwohl ich das auch so gehört habe.
So sieht es bei Apple aus:

https://www.apple.com/de/shop/buy-mac/m ... -gpu-512gb#

Gruß

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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Heiner »

"Unified Memory" bei 15:20

https://www.apple.com/apple-events/november-2020/


Es kann natürlich sein, dass die neue Architektur einfach noch nicht soweit ist, mehr als 16GB Ram für alle Komponenten auch vernünftig zu adressieren, aber zum Weihnachtsgeschäft fertig sein musste.

Andererseits:
6K Video in Resolve mit 16GB, wie da gezeigt, wäre normalerweise sportlich. Die Empfehlung ist 16GB für FHD und 32 für 4K.

Auf einem iPad Pro von 2018 kann ich mit LumaFusion 4K Footage flüssig abspielen und bearbeiten. Ich glaube das Ding hat 4GB RAM?
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von SG2 »

Sicher dass mit "gemeinsam genutzt" nicht CPU und GPU gemeint sind? Das wäre dann bitter...
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MarkDVC
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von MarkDVC »

Heiner hat geschrieben: 10 Nov 2020 - 21:30 "Unified Memory" bei 15:20

https://www.apple.com/apple-events/november-2020/

Ah, herzlichen Dank Heiner. Offen gesagt, ich tue mir seit Jahren diese Apple Events nicht mehr an. Soviel Hype und BS halte ich nicht aus - obwohl es durchaus interessante Infos zwischen den Marketing Soundbytes geben könnte.

Heiner hat geschrieben: 10 Nov 2020 - 21:30Es kann natürlich sein, dass die neue Architektur einfach noch nicht soweit ist, mehr als 16GB Ram für alle Komponenten auch vernünftig zu adressieren, aber zum Weihnachtsgeschäft fertig sein musste.
Völlig klar - die stehen erst am Anfang bei der Transition von Intel auf ARM. Wer damals ein Mac Pro 1.1 oder 2.1 gekauft hat wuesste spätestens mit OSX 10.8 warum es klug sein kann auf den 2ten oder 3ten Generation zu warten...

Gruß

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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Saxer »

Wenn die Architektur schnelleres Streaming erlaubt, ist der stationäre Speicher eventuell nicht mehr so entscheidend.

Beim iPad ist es auch erstaunlich, was das Ding mit der App "StaffPad" macht. Man schreibt die Partituren mit dem Stift, die Handschriftenerkennung setzt es in Noten um (Handschrift muss man aber üben) und die App spielt es einem auch gleich vor, komplett mit Dynamik- und Artikulations-Umsetzung und orchestralen StaffPad-Versionen von Samplelibraries wie Spitfire, Orchestraltools, Cinesamples und ein paar anderen.
Und es klingt auch noch! Hier ein Demo von StaffPad: https://www.youtube.com/watch?v=-GgNj3bTiZc

Die Grenzen von Ram und SSD verschwimmen da immer mehr. Die einzelnen Sample-Libraries (Orchester-Sections) haben c.a. 1GB. 6GB Ram sind im iPad Pro. Für volles Orchester sind die 6GB schnell voll, und da ist ja auch die App, die Grafik und das iOS noch dabei. Und im Hintergrund kann man noch andere Sachen laufen lassen.
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alexander
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von alexander »

das adressieren wird nicht das problem sein. ich glaube viel eher, dass die von vornherein ausschließen wollen, dass audio- und video-menschen sich einen mac mini kaufen. nicht ohne grund, wenn ich mir anschaue, wie bescheiden meine mühle läuft (2018er mac mini, issues ohne ende). dann wäre aber die frage, warum sie beim mini 6k editing anpreisen.

meine vermutung ist, dass in bälde ein mac pro nachgeschoben wird, der dann endlos ram adressieren kann. und man, wenn man eine ernstzunehmende maschine benötigt, keine andere wahl hat, als den mac pro zu kaufen.

grundsätzlich klingt das ja gut, was die über den neuen prozessor sagen, und wenn ich mir die performance meines iphone in bezug auf video ansehe, dann wäre es nett, so etwas auf dem desktop zu haben.

blöd ist, dass macs zunehmend preset geräte werden, also alles was apple macht funktioniert, drittanbieter haben mitunter aber brutale probleme eine vergleichbare performance zu erzielen. auf meine mac mini läuft sonarworks. als plugin super, aber wenn ich systemwide benutze und eine app starte fällt gleich mal der ton aus. echt schräg. und das nur weil irgend ein prozess im audioausgang drin ist, der halt nicht von apple geschrieben wurde. dabei ist das im grunde einfach ein besserer eq, nix prozessorintensives. so blöd kann ja kein developer sein, das nicht hinzukriegen, sollte man denken. aber nein.

im grunde kann man eigentlich nur dazu raten logic und das eingebaute zeug zu benutzen, sobald man irgendwelche plugins in nennenswerter anzahl verwendet wird es grimmig. ich hatte echt schon gedacht, dass wir die zeiten hinter uns hätten.

in bezug auf den mini hatte ich schon gezuckt, als ich gesehen hatte was der prozessor kann. und meine alte mühle ist ohnehin eher problematisch, schlimmer kann die erste generation der neuen plattform auch nicht werden. aber mit 16GB RAM? give me a break.
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Heiner »

alexander hat geschrieben: 10 Nov 2020 - 22:50 das adressieren wird nicht das problem sein. ich glaube viel eher, dass die von vornherein ausschließen wollen, dass audio- und video-menschen sich einen mac mini kaufen. nicht ohne grund, wenn ich mir anschaue, wie bescheiden meine mühle läuft (2018er mac mini, issues ohne ende). dann wäre aber die frage, warum sie beim mini 6k editing anpreisen.
This.

Deine Theorie der Zielgrupppensegementierung klänge plausibel, wäre da nicht die Rede von der fantastischen Performance in Programmen wie Cinema 4D, Photoshop, Logic, Final Cut und eben DaVinci Resolve.

Im Laufe der nächsten Woche wird man mehr wissen, wenn es die ersten Praxisberichte gibt.
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Stephan S
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von Stephan S »

Na nun macht ja nicht jeder epische Spielfilme mit Klassik Arrangements. Für den Doku Schneider mit Elektro Soundtrack ist das alles ziemlich easy so, oder was sagt unser Eisverkäufer dazu?
Zoom in auf 4k ist ja schon fast Standard...
‹(•¿•)›
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Re: Apple M1 Chip

Beitrag von SG2 »

Saxer hat geschrieben: 10 Nov 2020 - 22:40 Die Grenzen von Ram und SSD verschwimmen da immer mehr.
Mal kurz für mich als Semi-Laie:
Ist der Speicher denn vergleichbar schnell?
Also mir ist klar, dass der Rechner schneller wird, wenn er Dinge nicht von der SSD in den RAM laden muss um von dort aus zu arbeiten.
Wenn das gleich schnell ist frage ich mich aber, wozu dann noch der RAM benötigt wird.

Oder ist das so ne Sache wie bei den Fusion-Drives, dass der RAM nur die ersten x Byte jeder Datei lädt und der Rest von der SSD "nachgeladen" wird?

Oder ist noch gar nicht klar, wie das funktioniert? Weil so richtig viel erfährt man in der Keynote ja nicht...
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