Apple whistleblower goes public

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Häschen
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Apple whistleblower goes public

Beitrag von Häschen » 21 Mai 2020 - 18:11

Apple whistleblower goes public over 'lack of action'
Thomas le Bonniec says firm violating rights and continues massive collection of data

https://www.theguardian.com/technology/ ... -of-action
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Saxer
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Saxer » 22 Mai 2020 - 9:39

Häschen hat geschrieben:
21 Mai 2020 - 18:11
Apple whistleblower goes public over 'lack of action'
Thomas le Bonniec says firm violating rights and continues massive collection of data

https://www.theguardian.com/technology/ ... -of-action
Wen wundert's? Siri ist bei mir immer aus, aber ob das hilft? Der Thomas le Bonniec wird jetzt jedenfalls bestimmt kein leichtes Leben mehr haben. Einer der neuen Helden!
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Stephan S
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Stephan S » 22 Mai 2020 - 10:15

Mir ist das nen bissl zu platt um wahr zu sein, auf jeden Fall schwer zu ertragen wenn doch.
Aber es gibt auch genügend Gründe so etwas mal einfach zu behaupten, der Kampf um Marktanteile ist hart.

Hoffentlich gibt es bald weitere verlässliche Nachrichten dazu.
‹(•¿•)›
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Häschen » 22 Mai 2020 - 12:23

Saxer hat geschrieben:
22 Mai 2020 - 9:39

Wen wundert's? Siri ist bei mir immer aus, aber ob das hilft? Der Thomas le Bonniec wird jetzt jedenfalls bestimmt kein leichtes Leben mehr haben. Einer der neuen Helden!
Ich hab generell kein Bock mich mit Computern zu unterhalten in dem ich quer durch die Wohnung ansage: "Siri, mach mal Pfannkuchen".
Ich finde die Stimmung, die dadurch erzeugt wird "asozial sexistisch" und hab mich entschlossen lieber in Würde zu verhungern. Klingt zwar mächtig arrogant, ist aber so.

Entschuldigt wird das ganze "Ausspionieren" sicher als "Optimierung von Dienstleistung". Sprich, Siri soll einfach besser auf Kundenwünsche reagieren können,
aber unter der Haube läuft da der Überwachungskapitalismus, der über Kurz oder Lang hochfrequent an den Finanzkapitalismus gekoppelt werden wird.

Wer gut bedient werden will, muss halt auch "ein Stückweit" seiner Privatsphäre aufgeben. Das ist logisch. Lieber Privatsphäre und alles alleine oder lieber berühmt mit persönlicher Dienerin?
Das färbt ab, denn der Staat fängt an zu denken, dass ist es was der BürgerIn will, damit man ihm/ ihr besser dienen kann.
Das pochen auf Privatsphäre als Grundrecht kann dann nur als temporäres Betroffenheitstheater von Facebook Exhibitionisten gedeutet werden,
die ihr - 15 Minute Fame - einfordern, um mal auf 'ne anständige Follower Zahl zu kommen. Das wird sich dann schnell durch ein paar BOTs beruhigen lassen, die mit 'n paar Likes das Ego lecken.
Ist Thomas le Bonniec, da wirklich anders, der alte Snowden Nachäffer?!

Merken denn dieses ganzen Whistleblower nicht, dass Siri nur rechtsradikale Verschwöhrungstheoretiker filtern will, die sie und ihre Freundin Alexa unteranderem auch sexuell nötigen wollen?!
"Hey Siri, sag mal Heil Vermittler" oder "Hey A- Leck-sa, stöhn mal 'ne Runde". Ist klar das sich da 'ne Diskussion erübrigt, das gehört sich einfach nicht.
Sollte so etwas durch "Privatsphäre" vertuscht werden, lieber Hr. le Bonniec?! Einfach mal Hirn einschalten, du Held, DU!

p.s.: Ja, Saxer, das war auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an dich!!!!!!
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von alexander » 22 Mai 2020 - 13:38

nachdem ich so ein alter sack bin und ganz gut leben kann ohne mit meinen computern und iphones zu reden ist siri bei mir einfach prinzipiell abgeschaltet. immer. erstens dauert es mir viel zu lange, bis da eine reaktion kommt und zweitens ist die gefahr viel zu groß, dass der blöde rechner irgendwas anderes versteht und dann komische sachen macht. nein, ich verwende ganz old-school maus und tastatur und touchscreen für die eingabe. damit hat sich ein potenzielles ausspionieren auch schon wieder erledigt. vorausgesetzt man stellt seine privacy settings dann auch noch so ein, dass es sinn macht.
Mac Mini 3,2GHz i7/32GB/10.15, Logic Pro X, RD-150, AN1x, RME Fireface 802, Apogee AD-16X, Sebatron VMP4000, Millennia HV-3D/8, Focusrite ISA One, Yamaha NS-10m, Genelec 1031a, JBL-5.1-Abhöre, Charter Oak SA538B, TLM103, C414
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Saxer » 22 Mai 2020 - 16:50

Ich habe Alexas und wie diese Haushaltsüberwacher auch immer heißen ein paar Mal bei Kollegen gesehen. Was ich am bedenklichsten fand: da zieht so ein Befehlston in das Haus der Benutzer ein. „MUSIK AUS“, „NETFLIX“! Ich weiß nicht, ob das schon in der Persönlichkeit enthalten sein muss, um so zu kommandieren, oder ob das Erst durch den Betrieb von emphatiefreier Elektronik gefördert wird... wahrscheinlich beides. Ich möchte so einen Ton jedenfalls nicht zuhause haben oder kultivieren.
Häschen hat geschrieben:
22 Mai 2020 - 12:23
p.s.: Ja, Saxer, das war auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an dich!!!!!!
Ich größtenteils Deiner Meinung. Nur den Wink verstehe ich nicht.
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Häschen » 22 Mai 2020 - 20:40

Da gibt’s keinen Wink, das war ‘n Scherz.
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Saxer » 23 Mai 2020 - 1:32

Häschen hat geschrieben:
22 Mai 2020 - 20:40
Da gibt’s keinen Wink, das war ‘n Scherz.
Ah! ...na dann... haha!
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Häschen » 23 Mai 2020 - 2:17

Du hattest den Whistleblower als Helden bezeichnet, dass könnte dir der ar*** übelnehmen, den ich Im letzten Absatz persifliere und sich darüber aufregt, was Siri und Aleksa alles unter dem Deckmantel der Privatsphäre ertragen müssen. Über die Bande macht dich das indirekt zum Sexismus etc. enabler, wenn du den Whistleblower als Helden bezeichnest.

Hätt ich besser kennzeichnen können. Die Satire geht zu selbstverständlich davon aus, dass jedem die stereotyp Argumentation von "white liberal Clinton Supporters" bekannt ist.
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Saxer » 23 Mai 2020 - 3:54

Ah, jetzt ja! (alarm)
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Häschen » 23 Mai 2020 - 12:18

Im Grunde ist es auch gar nicht so witzig, denn solche Argumentationswege werden zunehmend Realität.
Oder anders, der Satire Lacher suggeriert, dass niemand so absurd argumentieren würde. Dem ist leider aber nicht so.
Wenn Menschen sich bedroht fühlen, und dass ist sehr schnell der Fall, wird oft sehr flach angesetzt, um die Welt sicherer zu gestalten.
Das kann so flach sein, dass kein Humor dies wirklich auffangen kann.
KIs / AIs wie Aleksa und Siri, als gesellschaftliches Risiko-Einschätzungstools, könnten da sehr schnell zur Option werden.

Ein Beispiel, das sich auf das Threadthema abstrahieren lässt.
(..)
Klausnitzer schildert als Beispiel einen erbosten Vaters, der den Supermarkt um die Ecke aufsucht und dort den Geschäftsführer zur Rede stellt.
Der Grund: Seine Tochter im Teenager-Alter werde mit Coupons für Babykleidung und Kinderbetten überhäuft. Ob man sie zum schwanger werden verführen wolle?
Am Ende stellt sich heraus, dass die Tochter durchaus schwanger war.

Doch warum wusste der Supermarkt-Manager vor dem werdenden Großvater von der Schwangerschaft seiner Tochter?
Ganz einfach: Jeder Einkauf der jungen Frau wurde gespeichert. Bei der Analyse der Daten erkannte das Marketing-Team des Unternehmens,
dass sich die Schwangere genauso verhielt wie andere werdende Mütter zuvor. Die kaufen nämlich beispielsweise mehr Körperlotion - aus Angst vor Schwangerschaftsstreifen.
(..)

https://www.wiwo.de/unternehmen/it/algo ... 208-2.html
Wenn Siri oder Aleksa anfangen "besser auf den Kunden" zu hören, können die Daten mit der Browser Historie verglichen und dadurch ein gesellschaftliches Risikoeinschätzung
gewonnen werden. Und das was man so alleine in der Wohnung vorm Fernseher von sich gibt, sind meist noch weniger gefilterte menschliche Impulse, als wenn man Suchwörter am Computer eintippt.Hinzukommt das uns jetzt schon das Health Kit im iOS zur Verfügung steht, dass in der Lage ist automatisch den Notrufe zu tätigen und Informationen Deiner persönlichen Medical ID weiterzugeben. In Verbindung mit einer Apple Watch kann auch die Herzfrequenz abgetastet werden.

Kommen wir in politische Krisensituationen, wird die Auswertung dieser Daten auf jeden Fall Thema, um die Ordnung aufrecht zu erhalten.
Damit man SICHER geht, kann das Ergebnis auch vorsorglich von Menschenhand manipuliert werden.
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Rolle » 23 Mai 2020 - 13:04

es ist ein einfach ist das
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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von 4tuner » 28 Mai 2020 - 15:01

Während ich hier lese, klingelt mein Handy, Absender "Spamveracht", also klicke ich weg. Danke, digitaler Diener :)

Auch ich komme ohne Alexa, Siri und Heiguugl gut durchs Leben. Die meisten, die solche Tools benutzen, kommen sicher auch gut durchs Leben. Läuft ja wahrscheinlich darauf hinaus, dass wer sich "normal" im Schwarm bewegt auch nichts zu befürchten hat, Alexa hin oder her.

Langfristige Folgen solcher Hilfsmittel sind wahrscheinlich noch viel komplexer - wenn es wirklich so ist, wie ich gelesen habe, dass in Amerika eines der ersten erlernten Wörter eines Kindes "Alexa" ist, wird diese auch mehr und mehr in die Erziehung eingreifen. Sie beantwortet ja jede Frage und hat immer Zeit. So werden die Kiz als Erwachsene auch weniger Angst vor Alexa with big Datas haben, usw, vielleicht...
nur wer sich ändert, bleibt sich treu (w.biermann)

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Re: Apple whistleblower goes public

Beitrag von Häschen » 28 Mai 2020 - 21:12

Genau so siehts aus. Ist alles eine Kultivierungsfrage.
"Mutti darf ich draussen spielen gehen?" - "Frag Alexa."
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