Buy out - Richtwert

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Buy out - Richtwert

Beitragvon go » 20 Apr 2017 - 9:25

Sagt mal, gibt es da Richtwerte? Ein Freund erzählte mir von einer "Hamburger Liste"??? Da tauchen aber nur Ärzte auf ;))

Was sind da Tarife... es geht um Trailer-Musik für eine Website und vielleicht noch Kino. Dauer ca 1min.

Gruß
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Re: Buy out - Richtwert

Beitragvon Beckhaus » 20 Apr 2017 - 10:35

Liest Dir die Überschrift und das Posting noch einmal durch.

Meinst Du, Du hast dich verständlich ausgedrückt?

Ich gehe davon aus, dass Du eine konkrete Antwort erwartest. Aber auf welche (konkrete) Frage?
Dieses Posting wurde maschinell erstellt und ist daher ohne Unterschrift gültig.
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Re: Buy out - Richtwert

Beitragvon go » 20 Apr 2017 - 10:38

Nun ja, wie gesagt, gibt es Honorar-Richtwerte für Buyoutverträge für eine Trailerrmusik von ca 1.05 für eine Website oder auch für Kino?

Was ist daran unklar?
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Re: Buy out - Richtwert

Beitragvon Wizz » 20 Apr 2017 - 11:05

alles Verhandlungsbasis. Du bestimmst den Preis. Es kommt immerdrauf an wie erfolgreich der Kunde ist. Wie stark du ihn an dich binden möchtest.

Ich kann dir nur aus dem Werbebereich erzählen. Da hab ich schon alles gehört. 300€-15000€

Kunden stehen auf Rabatte setzt lieber höher an und gib n paar Prozente.
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Re: Buy out - Richtwert

Beitragvon teloy » 20 Apr 2017 - 11:55

...was beckhaus da anmerkt ist durchaus korrekt...

der begriff buy out bedeutet eigendlich eine vorab zu vereinbarende kompensation zukünftiger nutzngsbedingungen und verwendungsrahmen....

deine frage scheint aber eher auf honorarforderungen abzuziehlen.....

von buy out können wir jedoch frühstens sprechen, wenn du zb urheberrechte an verlage abtrittst oder gar von jedweder weiteren vergütung komplett absehen möchtest....
wenn das ding zb auch im kino rahmen passiert, greift da ja erstmal dein grundsätzliches gema vergütungsrecht als urheber, das ohne zuvorige abtretungsvereinbarungen eh ganz deins wäre....

da erwarte aber nicht zuviel....das bleit innerhalb eines lamdes recht überschaubar und ist international wiederum fast nur mit einem international agierenden verlag wirklich zu wuppen, der dir in diesem fall in der regel eine vergütungspauschale anbieten wird....und das kann man dann getrost auch als buy out bezeichnen....

in sachen buy outs verhandelst du also in zukunft anzunehmende umsätze auf dein urheberrecht und nicht dein honorar, das du ja in jedem fall frei verhandeln musst, da es sich ja augenscheinlich um eine auftragsarbeit handelt....

und ein honorar für eine minute illustrierende musik ist im wahrsten sinne des wortes frei verhandelbar...

in bezracht zu ziehende faktoren.....

ist der zu verhandelnde audioschnippsel bereits ein zitat?...also kann auf einen widererkennungseffekt bauen...?
oder ist er dezidiert zu diesem zweck, womöglich auf endschnitt produziert?
ist es eher loopbasierende, moderne musik oder baut er auf klassische elemente..?
oder stellt gar eine komplette klassische komposition dar, wo kein takt dem anderen gleicht und zwei oder mehr frei geführte stimmen im spiel sind..?

das alles in relation zu deinem persönlichen "marktwert", wobei der nur wirklich ins gewicht fällt wenn mit deinem namen auch "gearbeitet" wird....
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Re: Buy out - Richtwert

Beitragvon teloy » 20 Apr 2017 - 23:44

...ach ja, noch so als tip...

ich splitte immer auf....komposition/sketching, produktion und zeitlich begrenzter nutzungsrahmen...

den zeitlich begrenzten nutzungsrahmen kannst du getrost als buy out betrachten...
und bei nutzung über den vereinbarten zeitrahmen hinaus auch nochmal neu in rechnung stellen...

und gretchenfrage ist immer....gema oder gemafreie sosse....bei gemafreier sosse, fällt die option klassisch und unabhängig frei geführte stimmen allerdings aus...der aufwand käme für mich bei gemafreisosse gar nicht erst in betracht ...
auch der kunde dürfte in solch einem fall wie diesem die gemafrei variante immer vorziehen...

warscheinlicher ist eh, das sich die nutzung letzten endes auf internet only beschränken wird und auch du mit gemafreisosse dann besser/überschaubarer fährst und somit wirklich einen zusätzlichen buy out hierfür in rechnung stellen kannst, da sich jedwede urheberrechtlichen einnahmen über deine tätigkeit hinaus damit ausschliessen und das somit ja auch vorab kompensiert sein will....

was du aber damit am ende unterm strich wirklich verdienen willst/kannst ist leider frei von jedweden richtwerten und obliegt allein deinem verhandlungsgeschick und deinen producer skills....sorry...

wobei und wie schon gesagt...je mehr du aufsplitten kannst, desto mehr verhandlungsspielraum und durchsicht gibt es für alle beteiligten...setzt dir also persônliche kurse für studiotage, finishing, auf bild gearbeitet etc....

zwei verschiedene ansätze/vorschläge, unbedingt aber erstmal nur als sketches bezeichnet, für bewusst wenig geld und auf schnell gemacht, sind immer gern gesehen...je nach aufwand sind dann aber bei einer minute endschnitt in der regel nicht mehr als zwei zu berechnende studiotage drin, immer plus einen für finishing nach offiziellem go...plus besagtem, zeitlich begrenztem, aber grosszügig begrenztem, nutzungsrahmen...good luck...
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Re: Buy out - Richtwert

Beitragvon go » 21 Apr 2017 - 4:16

Hey, danke für deine ausführliche Antwort.
der begriff buy out bedeutet eigendlich eine vorab zu vereinbarende kompensation zukünftiger nutzngsbedingungen und verwendungsrahmen....


Das ist ja alles klar, mir ging es tatsächlich nur um die Frage wie hoch man das so ansetzt. Und eben ob es da "Richtwerte" gibt, die sich zB an gemazahlungen orientieren (wie es das ja beim großen recht zT gibt).

Aber danke in jedem Fall.

LG go
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