Saiten

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Saiten

Beitragvon lonely » 03 Okt 2017 - 11:06

Seit langem benutze ich u.a. Dean Markley 010-er (bis 046-er) für meine E-Git.
Aus Not musste ich Daddario nehmen :|

Nun weiß ich um Gerüchte, dass hinter vielen Brands nur wenige Hersteller stecken.
Weiß hier ein Whistleblower welche? (alarm)

Natürlich sauge ich auch eure Kommentare zu Dean Markley, Daddario etc. oder weiterführende
Tipppppps auf.
:P
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Re: Saiten

Beitragvon Peter Ostry » 03 Okt 2017 - 12:36

Anders verpacken wird schon vorkommen, aber ich glaube nicht, dass das die Regel ist. Dafür sind die Saiten zu verschieden. Ich vermute eher, dass einige Drahtlieferanten und Weiterverarbeiter viele verschiedene Produkte nach Wünschen Ihrer Kunden erzeugen. Die Kombinationsmöglichkeiten von Rohstoff, Stärke, Form, Wärmebehandlung, Dehnung, Beschichtung und Wicklung sind vielfältig.
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Re: Saiten

Beitragvon tonal » 03 Okt 2017 - 16:29

Witzig. Auf meinen beiden Strats habe ich sonst immer D'Addario EXL110. Doch wollte ich auch mal etwas links und rechts gucken. So habe ich Dean Markley #2503 aufgezogen.

Beim Aufziehen war ich direkt etwas angepisst von der Verpackung, Kennzeichnung und dem Aussehen der Saiten. Naja...

Am Verstärker angespielt war mein erster Eindruck: "Die klingen aber schön!"

Ich würde tippen, dass die beiden Sätze aus verschiedenen Materialmischungen (Legierungen?) bestehen.
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Re: Saiten

Beitragvon Geheimagent » 03 Okt 2017 - 20:50

Bei gleicher Dicke haben auf der E-Gitarre viele Saitensätze den gleichen Klang. Es gibt sehr wenige, die ich nicht mag, dazu gehören Dean Markley. Einige Saiten halten länger durch Beschichtungen, Wirklich dramatische Klangunterschiede konnte ich bei den wenigsten Saiten feststellen. Das Ändern der Dicke finde ich schon dramatischer. Hinzu kommen natürlich auch noch andere Komponenten wie Pickups, Verstärker etc. Je klarer der Klang ist, um so mehr hört man die Unterschiede.
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Re: Saiten

Beitragvon Peter Ostry » 04 Okt 2017 - 8:54

Geheimagent hat geschrieben:Bei gleicher Dicke haben auf der E-Gitarre viele Saitensätze den gleichen Klang.

Das ist so, wenn man Saiten gleicher Bauweise kauft und sie auf ähnlichen Gitarren verwendet. Das ist auch gut so. Wäre ja schrecklich, wenn "NI-Coated Roundwound" bei jeder Marke komplett anders klänge. Technische Angaben sind ja dazu da, die Abschätzung der Eigenschaften eines Produktes zu erleichtern. Bei E-Gitarren-Saiten sind die Angaben ohnehin nur rudimentär.

Auf der Strat spiele ich Stainless Steel, kein Nickel. Kaufe ich nun ebensolche Saiten bei einem anderen Hersteller, womit ich eine andere Marke meine, erwarte ich wegen der typischen Bezeichnung nur geringe Unterschiede. Ob die Saiten aus derselben Fabrik kommen, ist mir egal. Vielleicht hatte ja der andere Hersteller bei den Vorgaben für seine Produktion gute Ideen, die mir entgegenkommen. Wären die Unterschiede größer, müssten wir mehr technische Spezifikationen bekommen und viel mehr probieren. Letzteres ist bei Saiten nicht erwünscht.
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Re: Saiten

Beitragvon lonely » 04 Okt 2017 - 11:18

Danke mal für eure Beiträge. Ich hab auch noch bißchen gesucht und dies gefunden:

http://www.tdpri.com/threads/what-companies-really-make-their-own-strings.297040/

(hallo
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Re: Saiten

Beitragvon muki » 04 Okt 2017 - 12:40

hauptsaechlich hab ich dadario
wieso sollen die schlecht sein?

vor ein paar jahren hat man mir in meiner musikalienfachhandlung gesagt,
dass fender keine eigenen saiten mehr mache,
sondern die von dadario sind...

und zu guterletzt:
auf einer gitarre habe ich, weil grad nix anderes da war,
thomastik jazzgitarrensaiten (flatwounds)
seit.....fast 5 jahren!
will sie immerwieder mal wechseln, aber...kein bedarf
schaun noch immer super aus, klingen nochimmer gut
bisserl abwischen - passt schon...
die dinger halten scheinbar ewig

http://derstandard.at/2000058827817/Die ... -aufgeigen

a bisserl a lokalpatriotismus ;-)

aber afaik sind thomastik bei jazzlern sehr geschaetzt
fuer geige (gross und klein) afaik sowiso...
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Re: Saiten

Beitragvon Geheimagent » 04 Okt 2017 - 13:33

muki hat geschrieben:auf einer gitarre habe ich, weil grad nix anderes da war,
thomastik jazzgitarrensaiten (flatwounds)
seit.....fast 5 jahren!
will sie immerwieder mal wechseln, aber...kein bedarf
schaun noch immer super aus, klingen nochimmer gut
bisserl abwischen - passt schon...
die dinger halten scheinbar ewig

Nach ca. 4 bis 5 Wochen finde ich klingen Saiten sch.... Allerdings sei hier berücksichtigt, dass ich da dann auch ganz schön massiv darauf spiele. Bei Akustischen Gitarren stört es mich zum Teil sogar schneller. Hängt aber auch von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab.

Peter Ostry hat geschrieben:
Geheimagent hat geschrieben:Bei gleicher Dicke haben auf der E-Gitarre viele Saitensätze den gleichen Klang.

Das ist so, wenn man Saiten gleicher Bauweise kauft und sie auf ähnlichen Gitarren verwendet. Das ist auch gut so. Wäre ja schrecklich, wenn "NI-Coated Roundwound" bei jeder Marke komplett anders klänge. Technische Angaben sind ja dazu da, die Abschätzung der Eigenschaften eines Produktes zu erleichtern. Bei E-Gitarren-Saiten sind die Angaben ohnehin nur rudimentär.

Auf der Strat spiele ich Stainless Steel, kein Nickel. Kaufe ich nun ebensolche Saiten bei einem anderen Hersteller, womit ich eine andere Marke meine, erwarte ich wegen der typischen Bezeichnung nur geringe Unterschiede. Ob die Saiten aus derselben Fabrik kommen, ist mir egal. Vielleicht hatte ja der andere Hersteller bei den Vorgaben für seine Produktion gute Ideen, die mir entgegenkommen. Wären die Unterschiede größer, müssten wir mehr technische Spezifikationen bekommen und viel mehr probieren. Letzteres ist bei Saiten nicht erwünscht.


Nur verspricht jede Firma, ihre Saiten würden besser als alles andere klingen, und es gibt auch Gitarristen, die behaupten, die oder die Saiten seien besonders toll. Das finde ich halt nicht, es sei denn, wie Du es so schön beschreibst Technische Unterschiede sind. Ich geh seit Jahren in einen Musikladen und frage nach den billigsten Saiten. Manchmal behandelt man mich dabei auch von oben herab, das ist mir total egal. Warum soll ich mehr ausgeben, ohne einen Vorteil davon zu haben.
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