Großmembranmikro für Frauenstimme

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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Wizz » 17 Apr 2017 - 12:41

Gegen ein defekten pre spricht auch dass die Beispiel am Interface änliche Eigenschaften aufweisen.

Rolle hat geschrieben:
wäre diese fet Schaltung nun innerhalb eines Mikrofones exakt so verbaut (vielleicht mit weniger Verstärkung), dann würde kein Hahn danach krähen. Man würde sich darüber unterhalten, dass es das Signal auf eine Weise beeinflusst, wie es ein EQ nicht kann und dass es die scharfen S-Laute glattbügelt, etc.
Diesen Umstand macht sich jedes Großpult zu eigen. Rupert Neve ist ein Meister darin gewesen, zu wissen, was jedes Bauteil in seinen Konsolen verursacht. Nicht nach technisch messbarer Perfektion, sondern einzig und allein nach Klang.


Sehr schön auf den Punkt gebracht,wieso oft von dir. Es führt dann aber zu der Frage wie ein Pre (Fethead) mit schätzungsweise 5-10e Bauteilen das Signal oder den hier so often Grundton verbessern? Und das bei random mics? Ich höre eher das Gegenteil.
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon felusch » 17 Apr 2017 - 12:49

@Rolle: ja genau der

@ beide: +22dBu maximaler Eingangspegel bei 0dB Gain ...da ist das ja auch so

mal eben überschlagen:
SM7B: 1.122 mV/Pa
Bodo: 1Pa??? ...kann ich nicht messen aber das erscheint mir schon viel zu viel :-)
SM7Out: 1,122mV = 0,001122V = -56dBu + 30dB Fathead = -26dBu

...ne, eher nicht übersteuert
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Rolle » 17 Apr 2017 - 13:53

@Stephan: also einen messbaren Höhenverlust bei Sättigung des Übertragers würde ich durchaus als normal bezeichnen.
Ebenso wie die hinzukommenden Verzerrungen.

Dieser Neumann Preamp ist nach einer Norm/Pflichtenheft gebaut. Er erwartet ein bestimmtes Eingangssignal, das die zum Zeitraum vom Rundfunk genutzten Mirkofone hatten.
Nach wie vor meine ich, dass hier der Hund (ohne t :-) ) begraben liegt. Der fethead ist mit dem SM7B zu laut. 30dB ist eine Menge Holz.
Hast du in den Daten mal geschaut, was der V476B denn eingangsseitig kann, bzw. erwartet?
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Rolle » 17 Apr 2017 - 13:57

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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon felusch » 17 Apr 2017 - 14:04

Rolle hat geschrieben: Hast du in den Daten mal geschaut, was der V476B denn eingangsseitig kann, bzw. erwartet?


jau hab ich oben geschrieben +22dBu ...s.h. Rechnung ...die müsste übrigens halbwegs stimmen, denn der Preamp muss auf +28dB stehen damit er mit dem Fethead ca. +4dBu rausgibt. Deine Vermutung in allen Ehren ...könnte ja auch naheliegend sein ...ich komm da nur irgendwie net drauf
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Rolle » 17 Apr 2017 - 14:31

ja - und dann käme aber noch das Alter des Preamps hinzu.
Man müsste also messen, was passiert wenn man das anliegende Signal schrittweise oder stufenlos erhöht.

Alles in allem bin ich am meisten gespannt darauf, was triton Audio dazu sagt.

der V476B erwartet 200Ohm am Eingang. Wenn es also nicht die Verstärkung ist, dann ist es der Widerstand. nur glaube ich im Moment nicht, dass triton den signifikant ändert. Das wäre nicht im Sinne des Anwenders.
Die nächste Vermutung wäre natürlich, dass der triton diesen Klang macht. Dagegen spricht aber Stephans, Peters und Dingos Aussage.
Wenn triton den Wert bestätigt, dann bleibt eigentlich nur die Verstärkung.
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon felusch » 17 Apr 2017 - 14:41

spul mal bis dahin zurück wo ich das Bild hier gepostet hab ...die Verstärkung ist abhängig von der Lastimpedanz durch den Preamp
...aber wirklich verstehen tu ich es halt auch nicht :-)

Bild
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Rolle » 17 Apr 2017 - 15:57

das versteh ich auch nicht...

laut Daten des Neumann liegt der "Eingangsscheinwiderstand" bei 900 - 1100Ohm, je nach Verstärkung.
Wenn das damit was zu tun hat, dann passt das ja auch.

Aber: ich bin alles, nur kein Elektrotechniker...
hier stoß ich schon lange an meine Grenzen.

watt weiß ich :-)
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Peter Ostry » 21 Apr 2017 - 14:28

Wir werden jetzt ein wenig schlauer. Tritonaudio hat geantwortet, sie hatten auch schon mit Bodo Kontakt und wussten worum es geht.

Die Ausgangsimpedanz des FetHead beträgt 750 Ω, ist also hoch im Vergleich zu Mikrofonen (<= 200 Ω) und das hat einen Grund: Sie wollen keinen Kondensator im Signalfluss. Das gefällt uns, aber am V476B mit seinen 1,2 kΩ ergibt sich mit dem FetHead nur noch ein Impedanzfaktor von ca. 1:1,6

Tritonaudio kann sich vorstellen, dass die Impedanz für den Höhenverlust verantwortlich ist und kennt den Effekt von älteren Preamps. Allerdings wurde der FetHead auch an einem Mixer mit 1,2 kΩ getestet und das Verhalten wie es Bodo demonstriert trat dort nicht auf.

Ich kann mir wiederum vorstellen, dass auch der V476B selbst mitspielt. Der wurde ja zu einer Zeit gebaut, als Mikros schwache Signale lieferten und viel Höhenanteil gar nicht erwünscht war. Vielleicht drücken Impedanz und Eigenschaften des Preamps gemeinsam den Höhenanteil unter einen Level, der heutzutage erwartet wird. Ob das gut ist oder nicht, ist eine andere Geschichte und wird zusammen mit dem Grundton auch hier unterschiedlich beurteilt.

Interessant und war mir neu:
Tritonaudio fertigt nicht nur den Hochpass für den "FetHead Filter" auf Wunsch an, wer danach fragt kann einen FetHead auch mit geringerer Eingangsimpedanz und/oder geringerer Ausgangsimpedanz haben. In letzterem Fall ist dann ein Filmkondensator im Signalfluss.



Cloud Microphones hat bezüglich des Cloudlifters nicht geantwortet. Ich frage nicht nochmals, weil mich das Gerät nicht interessiert.
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon felusch » 21 Apr 2017 - 16:06

ich hab dem ganzen noch ne Chance gegeben. ...und jetzt find ichs gut!
Da ich die letzten zwei Tage ein Seminar hatte und mein Hals was weh tut hab ich neue Aufnahmen gemacht.

...wen es interessiert:

06: normale Kette ohne FetHead altes EQ Setup aber nur 10m Zuleitung ohne Muco
07: mit FetHead und neuem EQ Setup
08: zusätzlich wieder das Muco und die Plug Box rein

https://hearthis.at/bodofelusch/set/shure-sm7b-with-and-without-fethead/
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon felusch » 22 Apr 2017 - 13:18

ja ich weiß ...langsam nervts :-)

Ich habe nochmal auf Stephans Rat gehört und die EQ Korrektur messtechnisch angeglichen auf das was ich im original so will, hat auf +/-1dB max. funktioniert.
Die Klangbeispiele zeigen jetzt besser was der Unterschied ist. Aus meiner Sicht macht der FetHead etwas mit schnellen Transienten ...ähnlich wie ein Compressor für "Kleinigkeiten" extrem schnell und nicht hörbar arbeitend. Das Signal kling für mich nun "stabiler" mit dem FetHead. Aufgrund der Tatsache, das der Preamp mit den 750Ohm so viel Verlußt macht im HF hab ich mir ne Variante mit dem Kondensator bestellt der die Impedanz des FetHead runter setzt auf normales Mikro Niveau ...er hat zwar nix genaues gesagt aber ich denke mal 150-200 Ohm.

Hier die Messkurven:
Bild


Im Set ist es #09+10 die jetzt auf den ersten beiden Plätzen direkt sind:
https://hearthis.at/bodofelusch/set/shu ... t-fethead/


das wollte ich noch loswerden nach all dem Gemecker von mir!
schönes Wochenende
Gruss
Bodo
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Stephan S » 23 Apr 2017 - 12:29

Ich habe den Test mit SM7, FetHead und GAP Mk III gemacht und null Höhenverlust festgestellt. Das Signal klingt so, als wenn der Mic Abstand ca 5cm kürzer wäre gegenüber dem ohne FetHead. Mit voller Nähe zum Mic ein überragend gutes Signal, das nicht nur die billigen Kondenser weit hinter sich lässt, sondern auch klar zeigt dass das Ding auch an brauchbaren Preamps durchaus noch Bonus bringt. Der neue Air Schalter, in unserem Fall Air 1, bringt dann die gewissen seidigen Höhen vor den Wandler, die man sich von einem guten GM erhoffen würde (und von einem billigen selten bekommt).
Top Kombination und in genau der Form meine Empfehlung für einen Vergleichstest. Wir reden hier von einer Gesamtinvestition von 850€ für Mic, Preamp und FetHead.

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Produktionen, Mix und (Fern-)Unterricht:
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon felusch » 23 Apr 2017 - 12:51

sehr interessant! da er ja auch "nur" 1,2kOhm hat

...und vielen Dank fürs ausprobieren
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Dingo » 23 Apr 2017 - 12:54

Der Air Schalter ist am Fethead?
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Re: Großmembranmikro für Frauenstimme

Beitragvon Peter Ostry » 23 Apr 2017 - 13:46

Dingo hat geschrieben:Der Air Schalter ist am Fethead?

Nö, am Preamp.

felusch hat geschrieben:<PRE-73> ... sehr interessant! da er ja auch "nur" 1,2kOhm hat

Ja. Wenn dein FetHead in Ordnung ist, waren offenbar doch dein Preamp oder EQ oder sonstwas schuld. Meine Theorie, dass schon die Impedanz-Ratio von 1:1,6 die Höhen kräftig drücken könnte war auch falsch, hat ja auch Tritonaudio angezweifelt.

Mittlerweile ist mir eingefallen, was mir damals an meiner Kombination Ribbon + FetHead + Pre-73 nicht gefallen hat. Das Eingangssignal (akustisches Instrument) klingt mittig, die Ribbons haben schwache Höhen, der Preamp (PRE-73 MK I) war auch mittig, das war zu viel. Der FetHead konnte nichts dafür.

Stephan S hat geschrieben:GAP Mk III

Sieht gut aus, der neue PRE-73. Praktisch die aufgemotzteste Version die man früher bekommen konnte, plus Hochpass plus dem 30 kHz Boost. Falls du den alten gekannt hast, klingt der neue auch noch so mittig?
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