Logic Audio für Mac OS X - Die wichtigsten Neuerungen

Freitag, 01 Oktober 2004
Installation:
Programme werden unter Mac OS X standardmäßig im "Applications Folder" installiert.
Bei der Installation von Logic Audio Platinum 5.3 für OS X wird im Mac OS X Applications-Folder ein Emagic Folder mit dem Logic 5 Series Ordner installiert, in dem sich die Programmdatei befindet. Das Programm wird also nicht in den bereits vorhandenen Logic 5 Series Ordner im Applications OS 9 Folder installiert.

Weiterhin sind auch alle anderen Bestandteile des Logic 5 Series Folders unter OS 9 nicht mehr sichtbar. Mac OS X handhabt Programme als sogenannte Pakete, in denen sämtliche Dateien enthalten sind, die bspw. im Falle Logic 5 vorher im Logic 5 Series Folder enthalten und sichtbar waren (bspw. RES Folder usw.). Ansehen kann man sich dies unter OS X, indem man mit gehaltener Control Taste auf "Logic 5.3" klickt und die Option "Paketinhalt anzeigen" anwählt. Innerhalb dieses Paketes sollte man aber auf keinen Fall Eingriffe tätigen.

Es empfiehlt sich Verknüpfungen von den Sample-Instruments und Plugin-Settings Ordner in den Logic 5.3 Ordner zu kopieren, das hat den Vorteil, das diese immer aktuell bleiben, egal mit welchem Logic oder OS man arbeitet.

Gewöhnungsbedürftig ist die Ordnung der Menüpunkte unter Mac OS X, wo noch ein Menü mit dem Programmnamen ganz links zu finden ist, in dem MAC OS X-typisch nun die Logic Preferenz-Einstellungen zu finden sind.

Core Audio:
Core Audio und Midi ist von Apple in Hinsicht auf eine professionelle und unkomplizierte Einbindung hin entwickelt worden, was die Schnittstellen meiner Meinung nach auch auf den ersten Blick erfüllen. Auch hier kommt es natürlich darauf an, wie die Treiber von Audio- oder Midiinterface Herstellern programmiert sind und ob diese einen reibungslosen Betrieb ermöglichen. Eventuell auch, was und wie viele Extensions installiert wurden. Das allerdings muss die Erfahrung zeigen. Meine erste Erfahrung habe ich ja bereits im Forum geschildert, das tatsächlich sehr niedrige Latenzen bei gleicher Systemlast wie unter OS 9 möglich sind, und das sogar mit einem USB Audio Interface.

Midi:
Midi wird jetzt auch ähnlich wie in Windows verwaltet, das heißt, man installiert die Midi Treiber und schon stehen die Ports in Logic zur Verfügung, man muß unter Optionen/Midi-Interface-Kommunikation keine Connections mehr aktivieren oder Ähnliches. Ab zwei Midi-Interfaces werden die Midiports in Logic namentlich aufgeführt. Es ist jetzt auch unproblematisch möglich, bspw. ein AMT8 oder Unitor8 mit einem MT4 zu kombinieren, was unter OS 9 nicht erlaubt war.

Audio-MIDI-Setup Applikation (AMS)
Die in Mac OS X implementierte Audio-MIDI-Setup Applikation (AMS), unter "Utilities" zu finden, ist eigentlich nichts wesentlich anderes als ein erweitertes Kontrollfeld Ton mit Midi Integration.
Bei Multi-In/Out Karten wird hier allerdings die Anzahl der verfügbaren Audio Ein- und Ausgänge und teilweise auch die zu nutzende Samplerate vorkonfiguriert, was sich in der Regel dann auch auf die in Logic auswählbaren Ein- und Ausgänge auswirkt. Unterstützt eine Audiokarte Hardware-Monitoring und ist in Logic für die gewählte Treiberschnittstelle das Software-Monitoring deaktiviert, werden hier auch die entsprechenden Monitoring Pegel eingestellt.
Weiterhin gibt es aber auch in den Mac OS X Systempreferenzen noch ein Ton-Kontrollfeld, mit welchem man unkompliziert die Audioein- und -ausgabe umlenken kann, ohne das AMS zu bemühen. Nur auf die dort getätigte Einstellung wirkt übrigens auch die Lautstärkeregelung der Computer-Tastatur. Die Midi Seite ermöglicht es erst einmal zu schauen, ob die Geräte überhaupt vom System korrekt erkannt wurden (analog zu Windows Multimedia in der Systemsteuerung). MTC und Midiclock werden übrigens bei entsprechender Einstellung auch aus Logic heraus gesendet, wenn die Optionen im AMS nicht aktiviert sind.

Was noch wichtig ist:
Ein paar Einstellungen oder Installationen kann man theoretisch sowohl global in den Ordner Library oder System vornehmen als auch in den entsprechenden User Library Ordner. Sollte versehentlich in beide Ornder zum Beispiel ein Treiber oder Ähnliches installiert worden sein, kann das dazu führen, das der Treiber gar nicht geladen wird. Ein Treiber o. ä. darf also nur an einem Ort im System installiert sein.

Einge Funktionen, die auf der Webseite von Emagic genauer beschrieben werden, sind in Logic Audio OS X leider noch nicht implementiert, zum Beispiel Rewire, Rexfile Import oder auch DAE/TDM (was allerdings an Digidesign liegt, da diese OS X noch nicht unterstützen).

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